Solingen:Straßenbau und Hochwasserschutz in Unterburg

Bauarbeiten : Bald wieder freie Fahrt durch Unterburg

Läuft bei den Bauarbeiten weiter alles reibungslos, dann kann voraussichtlich Ende Februar die Vollsperrung der Eschbachstraße aufgehoben werden. Die Arbeiten zum Hochwasserschutz werden im späten Frühjahr beendet.

Pflasterarbeiten am nahezu fertiggestellten neuen Bürgersteig neben dem Eschbach in Unterburg sind im Gang. Natursteine werden bei Bedarf zunächst zurechtgeschnitten und schließlich verlegt. Die eisigen Temperaturen scheinen den Bauarbeitern nichts auszumachen. „Das sind wir gewohnt“, sagt einer und schleppt einige Steine auf den Gehweg. Rund 50 Meter weiter in Richtung Brücke Mühlendamm sind die Straßenbauarbeiten ebenfalls im vollen Gang. Im Kurvenbereich muss der Gehweg noch komplett gestaltet werden, in diesem Bereich hat auch die Straße noch keine Tragschicht und Binder.

Auch am Ortseingang von Unterburg – zwischen der Hasencleverstraße und der Bus-Drehscheibe der Stadtwerke – sind seit Beginn dieser Woche Sanierungsarbeiten aufgenommen worden. Hier fließt der Verkehr deswegen für etwa drei Wochen einspurig. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr.

Anwohner der Müngstener Straße kommen so zu ihren Häusern, auch der Parkplatz Wupperinsel kann angesteuert werden. „Für die Einmündungsbereiche Müngstener Straße und Wupperinsel werden die Bauabläufe jetzt im Detail konkret geplant“, kündigt Sabine Rische von der städtischen Pressestelle an.

Sie sieht die Bauarbeiten insgesamt auf einem guten Weg: „Unser Ziel ist es nach wie vor, dass die Arbeiten voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen werden können“, sagt sie. Das sei aber insbesondere auch vom Wetter abhängig.

Rohre, die das Wasser des Eschbachs aufnehmen, und Steine werden für den Hochwasserschutz benötigt. Foto: Uwe Vetter

Bis zum Abschluss der Bauarbeiten bleibt die Ortsdurchfahrt Unterburg, die Eschbachstraße, weiter komplett gesperrt. Das ist sie bereits seit Ende September, als die umfangreichen Bauarbeiten aufgenommen worden waren. Lediglich in der Weihnachtszeit, vom 20. Dezember bis 12. Januar, wurde eine Baupause eingelegt und die Vollsperrung aufgehoben. Die enge Ortsdurchfahrt wurde durch eine Ampel geregelt, jeweils einspurig konnte die Eschbachstraße befahren werden. Das wird auch in Zukunft der Fall sein, wenn die umfangreichen Bauarbeiten beendet sind.

Die Fahrbahn und zum Teil auch der Unterbau werden komplett erneuert. Fußgänger erhalten dort, wo es möglich ist, mehr Raum. Zudem werden die Bushaltestellen Solingen-Seilbahn barrierefrei umgebaut, und es wird eine Mittelinsel als Querungshilfe angelegt. „Abschluss der Straßenbauarbeiten ist das Auftragen einer neuen Deckschicht“, sagt Sabine Rische.

Das soll, wenn weiter alles glatt läuft, Ende des nächsten Monats der Fall sein. Etwas länger brauchen dagegen die Arbeiten zum Hochwasserschutz, für die der Wupperverband zuständig ist. „Wir haben die erste Hälfte des letzten Bauabschnitts fertiggestellt“, sagt Projektleiter Patrick Vondung.

An der Brücke Mühlendamm startete der zweite Bauabschnitt, 150 Meter des insgesamt 300 Meter langen Teilstücks flussaufwärts sind erledigt. „Vier Brücken werden angelegt, drei für Fußgänger und eine, die befahren werden kann“, berichtet Patrick Vondung und ergänzt: „Es läuft reibungslos. Wir gehen davon aus, im späten Frühjahr 2020 fertig zu sein.“

Der Eschbach wird dann auf einer Gesamtlänge von 540 Metern zum Teil bis zu 1,60 Meter tiefer gelegt sein. Acht neue Brücken sind bis dahin entstanden und Ufermauern neu angelegt worden.