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Solingen: Stellentausch im Deutschen Klingenmuseum

Neue Konzeption wird entwickelt : Stellentausch im Klingenmuseum

Dr. Isabell Immel übergibt zur Monatsmitte die Leitung des Museum im Stadtteil Gräfrath an ihren bisherigen Stellvertreter Dr. Sixt Wetzler. Die 49-jährige Kunsthistorikerin übernimmt den Stellvertreterposten.

Die Direktorin des Deutschen Klingenmuseums (DKM), Dr. Isabell Immel, und ihr bisheriger Stellvertreter, Dr. Sixt Wetzler, tauschen ihre Positionen. Zum 15. Oktober übernimmt Wetzler die Leitung des Klingenmuseums, Isabell Immel wird die Position der Stellvertreterin einnehmen.

Die 49-jährige Kunst­historikerin gibt „familiäre und persönliche Gründe“ für den Stellenwechsel an. Immel wird wie bisher schon in der Leitungsfunktion eine ­80-Prozent-Stelle bekleiden. „Ich bin sehr froh über den unkomplizierten Wechsel“, sagte Immel am Freitag.

Das ist auch Kulturdezernentin Dagmar Becker. „Beide bilden seit über vier Jahren ein tolles Team in diesem einzigartigen Haus“, erklärte Becker. Isabell Immel und Sixt Wetzler werden auch zukünftig in vielen Bereichen Hand in Hand arbeiten – „das ist für das Haus das Allerbeste“, so die Dezernentin.

Isabell Immel übernahm am 1. Mai 2016 die Leitung des Deutschen Klingenmuseums von Dr. Barbara Grotkamp-Schepers. Damals war sie stellvertretende Leiterin des Museums, in dem sie bereits seit 2003 arbeitet.

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Sixt Wetzler war zunächst als freier Mitarbeiter im Deutschen Klingenmuseum, 2015 dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Im Mai 2016 übernahm er den Stellvertreterposten. Der 42-Jährige hat Religionswissenschaften, mittelalterliche Geschichte und Skandinavistik studiert. Promoviert hat er über die Fechtkunst im mittelalterlichen Island.

Der neue Leiter ist also ein „Mann vom Fach“. Und zusammen mit Isabell Immel will er das Deutsche Klingenmuseum weiterhin für die Zukunft ausrichten. „Die Ausstellung ist ein Stück weit in die Jahre gekommen“, weiß die Kulturdezernentin, „aber beide haben diese Thematik bereits ein Stück weit auf einen neuen Weg gebracht“. Als neuer Leiter muss Wetzler das Klingenmuseum künftig stärker nach außen und in den verschiedenstens Gremien vertreten.

Zukunft bedeutet im Klingenmuseum auch Digitalisierung. Diese wurde laut Isabell Immel bereits vor zwei Jahren angeschoben. „Die gesamte Ausstellung ist nun ab November als „Museum plus“ verfügbar. „Darüber können wir Leute interessieren und Geschmack darauf machen, einmal vor Ort ins Museum zu kommen“, ergänzt Wetzler. Beide hoffen, dass sie so Besucher weltweit, aber auch die Leute vor Ort für das Deutsche Klingenmuseum interessieren können.

Eine neue Konzeption für das am 6. Juli 1991 im Beisein von Johannes Rau am jetzigen Standort eröffnete Deutsche Klingenmuseum soll ebenfalls in naher Zukunft vorgestellt werden. Mitte des nächsten Jahres soll die beauftragte Agentur „Merz Merz“ ein neues Konzept präsentieren. „Es geht unter anderem um eine komplett neue Dauerausstellung und eine neue Raumaufteilung. Das Museum soll erlebbarer und die Sammlung erfahrbarer gemacht werden und so einen Mehrwert erzeugen“, sagen Becker, Immel und Wetzler.

Mit einer finanziellen Unterstützung durch den Freundeskreis des Museums in Höhe von 30.000 Euro und Mitteln aus dem Haushalt waren die Ausschreibungen, an der sich vier Agenturen für Museumskonzeptionen beteiligten, vorbereitet worden. Die Agentur „Merz Merz“ hat schließlich den Zuschlag erhalten für die neue Konzeption des Klingenmuseums. Von dessen Sammlung ist der neue Leiter mehr als angetan: „Die DKM-Sammlung hat Weltrang.“