Solingen:Stadt warnt vor Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner : Stadt stellt Warntafeln auf

Der Eichenprozessionsspinner hat auch Solingen erreicht. Die Stadt reagiert umgehend und lässt alle Nester an befallenen Eichen am Engelsberger Hof entfernen, zudem werden noch vor dem Pfingstwochenende Warntafeln aufgestellt, die über die gesundheitlichen Gefahren, die von den Raupen ausgehen können, informieren.

(red) Der Eichenprozessionsspinner hat auch Solingen erreicht. Die Stadt reagiert umgehend und lässt alle Nester an befallenen Eichen am Engelsberger Hof entfernen, zudem werden noch vor dem Pfingstwochenende Warntafeln aufgestellt, die über die gesundheitlichen Gefahren, die von den Raupen ausgehen können, informieren. Diese Tafeln werden auch in türkische und arabische Sprache übersetzt. Bereits in den vergangenen Tagen waren Nester auf dem Waldfriedhof und dem Schützenplatz durch Absaugen entfernt worden. Bei der Bekämpfung arbeitet die Stadt mit einer Spezialfirma zusammen.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter. Er liebt die Wärme und bevorzugt freistehende und von der Sonne beschienene Eichen. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in den Nestern verstecken und abends in einer Prozession vom Nest in die Baumkrone wandern. Dort fressen sie die Blätter.

Berührt man die Gifthaare, können unangenehme Reaktionen wie Juckreiz, Atembeschwerden und Augenreizungen die Folge sein. Und selbst wenn die Nester entfernt sind, ist die Gefahr nicht ganz gebannt: Die feinen Haare können weit fliegen, sich festsetzen und nach längerer Zeit noch Beschwerden auslösen. Auch Haustiere können empfindlich auf die Raupenhaare reagieren.

Zum Schutz vor unangenehmen Folgen sollte man Raupen und Nester nicht berühren. Zudem sollte man sich unterhalb befallener Bäume nicht ins Gras oder auf den Boden setzen. Wer mit den Härchen in Kontakt gekommen ist, sollte die betroffenen Körperstellen gründlich abspülen und zum Arzt gehen, falls Beschwerden auftreten. Bei schweren allergischen Reaktionen mit Asthma und Atemnot sollte der Rettungsdienst gerufen werden. Wichtig ist es darauf zu achten, kontaminierte Kleidung schnell zu wechseln und bei mindestens 60 Grad zu waschen.

Da die Vermehrung der wärmeliebenden Insekten durch die Erwärmung des Klimas begünstigt wird, ist davon auszugehen, dass das Problem in absehbarer Zeit nicht vollständig beseitigt werden kann.

(red)
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