Solingen: Sportabzeichen-Event im Walder Stadion

Sportabzeichen-Event im Walder Stadion : Spaß an Bewegung trotz Wetter-Kapriolen

Beim Sportabzeichen-Event erprobten Kinder an Spielstationen ihre Fitness. Erwachsene legten Leichtathletik-Prüfungen ab.

Kaum hatte die fünfjährige Hannah das Spinnennetz aus Absperrband mit beherzten Sprüngen überwunden, eilte sie schon weiter zur nächsten Station: „Der Parcours ist mit viel Liebe zusammengestellt“, befand ihr Vater Carsten Prinz. Zum zweiten Mal besuchte er am Samstagvormittag mit seiner Tochter das „Sportabzeichen-Event für Groß und Klein“ in der Walder Jahnkampfbahn. „Springen gefällt ihr am besten“, verriet er.

Neun Kindergärten und der Wald-Merscheider Turnverein hatten für das Kinderbewegungsabzeichen (KIBAZ) auf und neben dem Rasen insgesamt zehn Bewegungsstationen aufgebaut, an denen die Kinder ihre sportlichen Fähigkeiten austesten konnten. Die versuchten, mit allerlei Bällen einen Leitkegel zu treffen, balancierten mit Löffel und Ei über Taue und krochen im „verrückten Labyrinth“ durch einen Tunnel. Ihre Sinne überprüften die jungen Gäste im „Fühlpfad“: Mit verbundenen Augen setzten die Kinder ihre Füße in Kisten mit Korken, Erbsen oder Kastanien, die es zu erraten galt.

Gleichgewichtsübungen und Hochsprung waren das Steckenpferd des kleinen Simon (5): „Alles, was mit Geschicklichkeit zu tun hat, ist seins“, erzählte sein Großvater Klaus Malpohl, der beim Sportabzeichen-Event des Sportbundes erstmals zu Gast war. Sport treiben mit den Enkeln hingegen gehört für ihn zum Alltag: „Wir gehen jede Woche gemeinsam schwimmen“, berichtete Malpohl, während Simon sich an der nächsten bunten Spielstation hinter Gleichaltrigen anstellte.

Wetterfeste Kleidung war am Samstag von Vorteil: Zwischen sonnigen Abschnitten gingen immer wieder Regen- oder auch Hagelschauer auf die Besucher im Walder Stadion nieder. Witterungsbedingt sei die Resonanz etwas niedriger ausgefallen als im Vorjahr, sagte Magdalene Möhring, Fachkraft „NRW bewegt seine Kinder“ beim Sportbund, lobte aber auch: „Trotzdem halten die Eltern und Kinder tapfer durch.“

Gerade am Vormittag strömten die jungen Sportler mit Eltern, Geschwistern und Großeltern in Scharen in die Walder Jahnkampfbahn – und reichten ihre ausgefüllten Laufkarten später am Stand vor dem Vereinsheim ein. Dort warteten auch Stärkungen, die Eltern von Kindergartenkindern mitgebracht hatten, wie Äpfel, Trauben, Bananen oder Gurken.

Auf der Tartanbahn drehten derweil Mittel- und Langstreckenläufer ihre Runden. Andere Jugendliche und Erwachsene übten sich im Weitsprung oder Kugelstoßen. „Die Teilnehmerzahl ist in etwa die gleiche wie 2018“, erklärte der Sportabzeichen-Beauftragte Rolf Weyersberg. Viele Gäste seien dabei in erster Linie zum Trainieren gekommen, berichtete er. Einige gute Ergebnisse habe er aber auch schon für das Sportabzeichen eingetragen. Auch zahlreiche Besucher mit Behinderungen erprobten ihre Leistungsfähigkeit.

Steter Beobachter des Treibens und Blickfang war der „innere Schweinehund“, das Maskottchen einer Kampagne des Landessportbundes, das gemütlich über die Anlage wandelte. „Er ist sehr begehrt“, sagte Magdalene Möhring schmunzelnd. Von ihm einwickeln und zum Faulenzen verleiten ließen sich die Gäste jedoch nicht.

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