Solingen: Spielplatz für Geschwister-Scholl-Schule Uhlandstraße

Bauprojekt an der Geschwister-Scholl-Schule : Auszubildende bauen Spielplatz

Das Gelände der Geschwister-Scholl-Schule an der Uhlandstraße bekommt im April nächsten Jahres neue Spielgeräte.

Die Jury für das Sparkassen-Azubi-Bauprojekt hatte es angesichts der eingereichten Bewerbungen nicht leicht. Zum Schluss waren noch zwei von diesmal insgesamt zehn Bewerbern in der engeren Wahl, knapp setzte sich schließlich die Geschwister-Scholl-Schule mit ihrem Standort Uhlandstraße gegen eine Kindertagesstätte durch.

Die Klassen 5 bis 7 der Gesamtschule werden an der Uhlandstraße unterrichtet – insgesamt 413 Mädchen und Jungen, darunter auch 38 Inklusions-Kinder. Die hohe Zahl der Schüler, die künftig vom neuen Spielplatz profitieren können, gab letztlich den Ausschlag für die Geschwister-Scholl-Schule. Die Anlage wird von Sparkassen-Azubis angelegt wird, ist darüber hinaus frei zugänglich und kann damit auch von anderen Kindern genutzt werden.

Schon oft sind seit 2007, als das Sparkassen-Projekt ins Leben gerufen wurde, bereits Schulen bedacht worden. Lediglich eine Kindertagesstätte kam zum Zuge. Damit deren Chancen erhöht werden, sollen im nächsten Jahr, bei der 15. Auflage des Azubi-Projektes, ausschließlich Kindertagesstätten ihre Bewerbungen einreichen. Darauf verständigte sich die Jury, bestehend aus Vertretern von Radio RSG, Solinger Morgenpost, Solinger Tageblatt, Stadtdienst Jugend und der Stadt-Sparkasse.

Auf dem Schulgelände an der Uhlandstraße mit drei Tischtennisplatten und einem alten Klettergerüst fehlen der Anreiz und die Möglichkeit für Bewegung. Von daher wünscht sich die Schule beispielsweise eine neue Kletter-/Boulderwand.

15 Auszubildende der Stadt-Sparkasse, die in diesem Sommer ihre Ausbildung zum Bankkaufmann, als Kaufleute für Dialogmarketing oder für ein duales Studium „Banking & Finance“ aufgenommen haben, werden im April nächsten Jahres versuchen, diesen Wunsch zu erfüllen. Sie schlüpfen wieder vom feinen Zwirn in den „Blaumann“, um handwerklich zu arbeiten. Fräsen, Flexen oder Sägen steht dann auf dem Lehrplan der angehenden Bankkaufleute. Projekt-Partner ist einmal mehr die Marburger Firma ALEA (Anders lernen durch Erfahrung und Abenteuer).

Die Sparkasse lässt sich das Projekt etwas kosten: Die Auszubildenden leisten die Arbeitskraft, und das Finanzinstitut fördert das Projekt mit rund 21.500 Euro für Material. Das Gesamtvolumen beträgt rund 30.000 bis 35.000 Euro. Es ist ein Projekt, von dem alle Seiten profitieren: Es wird etwas für Kinder/Jugendliche getan, die Auszubildenden leisten etwas Gemeinsames. Das fördert den Teamgeist, und sie lernen bei der handwerklichen Arbeit  unter anderem auch, mit Konflikten umzugehen.

Zuletz bekam die Albert-Schweitzer-Schule in Wald den Zuschlag. Unter dem Motto „Superhelden“ bauten die Sparkassen-Azubis ein Klettergerüst, ein Balance-Parcour sowie ein Outdoor-Klassenzimmer. Überdies ein kleines Fußballfeld mit Toren und ein zweiter Streetballkorb. Wichtiges Kriterium der Jury war auch hier, dass nachmittags Kinder aus der Nachbarschaft die Spielmöglichkeiten ebenfalls nutzen können.