Solingen: Signalhaus am Neumarkt soll aufgewertet und aufgestockt werden

Projekt in der Solinger Innenstadt : Neues Business-Center mit Bar auf dem Dach

Das Signalhaus an der Kasernenstraße in der Innenstadt will Eigentümer Sam Jordan aufwerten – unter Umständen sogar aufstocken. Ideen dafür gibt es einige. Welche Variante letztlich zum Zuge kommt, soll sich in den nächsten Monaten entscheiden.

Beschlossen ist noch nichts, aber es gibt vielfältige Ideen und auch schon Visualisierungen, wie das „Signalhaus“ an der Kasernenstraße in naher Zukunft einmal aussehen könnte. „Die City braucht einen Platz, auf dem man sich treffen kann, auf dem sich das Stadtleben abspielt“, sagt Sam Jordan. Der Eigentümer der Immobilie an der Kasernenstraße sieht diesen insbesondere im Neumarkt. „Dieser Platz hat Potenzial“, meint der Geschäftsführer des Unternehmens Raumvision by msd immobilien GmbH. „Und wir haben eine große Chance, hier einen belebten Platz zu schaffen“.

Dafür erforderlich seien aber bauliche Veränderungen. Sein persönliches „Leuchtturmprojekt“ ist von daher die Umgestaltung beziehungsweise auch die Aufstockung des „Signalhauses“. „Unsere Überlegungen sind bereits sehr konkret. Entschieden ist aber noch nichts“, sagt Sam Jordan im Gespräch mit unserer Redaktion.

So gebe es die Statik des Gebäudes in direkter Nähe zum Einkaufszentrum Hofgarten her, vier bis fünf Etagen drauf zusetzen. Das würde rund 2500 Quadratmeter mehr Platz bieten. „Wir wollen hier ein Business-Center schaffen, uns schwebt eine Top-Adresse für Firmenansiedlungen vor“, sagt Jordan mit Blick unter anderem auf Fonds-Unternehmen, Wirtschafts- oder Steuerberater und ergänzt: „Diverse Anfragen von Unternehmen haben wir bereits“. Gespräche würden zudem mit einer weiteren Bank geführt, die ebenfalls Interesse hat, in das geplante Business-Center einzuziehen.

Auch Wohnen könnte im Gebäude weiter möglich sein, wenn das gewünscht werde. Natürlich würde sein Unternehmen Raumvision, ein klassisches Makler-Unternehmen, das nicht nur große Projekte stemmt, ebenfalls seinen Hauptsitz in die Immobilie an der Kasernenstraße verlegen. Derzeit hat es seinen Sitz an der Neuenhofer Straße in Höhscheid.

Das Signalhaus mit neuer Fassade und aufgestockten Etagen. Foto: Raum Vision

Mieter im Signalhaus ist seit einigen Monaten auch die Volksbank im Bergischen Land mit ihrer Firmenkundenberatung. Das Finanzinstitut könnte sich nach Angaben von Jordan durchaus vorstellen, auch die verbliebenen Bereiche von der Kölner Straße zur Kasernenstraße zu verlagern. Neben dem beliebten Markttreff soll es eine weitere Gastronomie im Erdgeschoss geben. Dafür wurden bereits die Voraussetzungen geschaffen, der bisherige Mieter nutzt jetzt Flächen im hinteren Bereich des Hauses. „Wir stehen vor dem finalen Abschluss mit einer hochwertigen Gastronomie“, kündigt Sam Jordan an. Die neue Gastronomie soll zudem einen Außenbereich erhalten.

Unabhängig davon, welcher Planungsentwurf letztlich zum Zuge kommt, ist eine „Rooftop-Bar“ vorgesehen, die einen unverbauten Blick über Solingen bieten wird. Auch eine hochmoderne LED-Anlage will Jordan installieren. Damit wären die technischen Möglichkeiten geschaffen, Public-Viewing vom Marktplatz aus zu veranstalten.

Es gibt aber auch Neubau-Ideen, die einem Tower ähnlich sind. Foto: AIP

Das Wohn- und Geschäftshaus an der Kasernenstraße wurde bereits 2005 um zwei Etagen aufgestockt. Dort wurde Wohnungen eingesetzt. Viel Grün soll die Weiterentwicklung des Gebäudes erhalten – ob es jetzt aufgestockt wird oder aber nicht. „Auf jeden Fall werden wir die Fassade neu gestalten, die LED-Anlage umsetzen und die Bar auf dem Dach“, betont Sam Jordan. Allein für diese Arbeiten wäre eine Investition von fünf bis sechs Millionen Euro erforderlich.

Wird das Gebäude aufgestockt, müssten weitere rund acht Millionen Euro investiert werden. „Wir wollen unsere Pläne in enger Abstimmung mit der Stadt realisieren“, sagt der Raumvision-Geschäftsführer. Es wäre gut, wenn sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen würden. Dazu zählt Jordan auch die Stadt-Sparkasse. Denn die wird auf der anderen Seite des Platzes ihre neue Hauptstelle bauen. Das freut Jordan: „Die Innenstadt erfährt so spürbaren Rückenwind.“