Solingen: Segafredo muss aus Clemens-Galerien weichen

Verträge werden nicht verlängert : Segafredo muss aus Clemens-Galerien weichen

Die Umstrukturierung der Clemens-Galerien schreitet voran. Während sich Rossmann, Kik und ein asiatisches Restaurant auf den Einzug vorbereiten, müssen andere Mieter weichen.

Neben der Filiale der Bäckerei Kamps trifft dies auch „Segafredo“ am Mühlenplatz. Deren Verträge laufen Ende März aus und werden nicht verlängert – sehr zum Erstaunen von Aldo Fragola und seinem Geschäftspartner Nidham Mazeg, den Betreibern der Espressobar.

„Wir sind seit 18 Jahren am Mühlenplatz und haben den Clemens-Galerien in guten wie in schlechten Tagen die Treue gehalten“, ärgert sich Mazeg über die Entscheidung von Projektentwickler Jochen Stahl. Der hatte den Betreibern zunächst schriftlich und danach in einem Gespräch den Schritt angekündigt. Obwohl Mazeg und Fragola seit Jahren mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen haben, war ein Aufgeben nie eine Option. „Wegen unserer Stammkunden haben wir so lange durchgehalten“, sagt Mazeg. Gleichwohl schauen er und sein Geschäftspartner sich mittlerweile schon nach einer Alternative um. Angedacht ist ein Umzug in den Hofgarten, konkrete Gespräche habe es aber noch nicht gegeben.

Wenn Kamps und Segafredo die Clemens-Galerien verlassen haben, wird es am Mühlenplatz zunächst still werden. Denn Rossmann zieht – anders als ursprünglich geplant – ein paar Monate später dort ein. Derzeit ist ein Termin im Sommer 2019 ins Auge gefasst. Die Umbauarbeiten in dem Bestandsgebäude scheinen komplizierter als geplant zu sein. Darauf hatte Betriebswirt und Projektentwickler Jochen Stahl, der seit zwei Jahren die Fäden am Mühlenplatz zieht, bereits im vergangenen Oktober hingewiesen. Geplant ist ein völlig neuer Zuschnitt der zu vermietenden Flächen.

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