Solingen: Schloss Burg wird bis zum Jahr 2025 weiter saniert

32,5 Millionen Euro werden investiert : Schloss Burg wird bis 2025 komplett saniert

Nach einem Jahr der Planung stehen weitere Arbeiten am nationalen Denkmal an, insbesondere das Hauptgebäude wird restauriert.

Das Grabentorhaus erstrahlt bereits im neuen Glanz. Vor gut einem Jahr wurde auch der rund 35 Meter hohe Bergfried von Schloss Burg nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder eröffnet. Das dunkle Verlies ist verschwunden, helle Ausstellungsräume sind gestaltet worden. Hier greift bereits das neue Museumskonzept. Die Arbeiten an der Stützmauer beziehungsweise dem Parkplatz des Bergischen Wahrzeichens sind im Laufe dieses Jahres ebenfalls fertiggestellt worden.

Es geht voran auf dem Gelände von Schloss Burg, doch die Sanierungsarbeiten, die 2013 gestartet sind, sind längst noch erledigt. „Alles soll 2025 fertig sein, das ist unser Ziel“, sagen Stadtdirektor Hartmut Hofericher, Markus Lütke Lordemann (Leiter der Stadtentwicklung) und Matthias Veldboers (Stadtentwicklung). Alle drei sind auch zuständig für die Sanierung von Schloss Burg.

2019 ist nach ersten baulichen Fertigstellungen insbesondere „das Jahr der Planung“ gewesen, so Lütke Lordemann, um die weiteren Arbeiten an dem Denkmal von nationaler Bedeutung zu koordinieren. „Die Entwurfsplanung ist fast abgeschlossen. Nun müssen noch die konkreten Kosten ermittelt werden“, sagt Hartmut Hoferichter.

Renommierte Planungs- und Architektenteams wurden dafür gewonnen, zumal Aufträge dieser Art nicht eben oft vergeben werden. „Die Entwurfsplanung und die Kostenermittlung sind die Voraussetzungen dafür, um konkret Förderanträge stellen zu können“, erklärt der Stadtdirektor.

Hier geht es um zweistellige Millionenbeträge, von daher ist größte Sorgfalt erforderlich. Allein der Bund unterstützt die Sanierung von Schloss Burg mit 15 Millionen Euro, die nun bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien beantragt werden müssen. „Inklusive Eigenanteile kommen wir bei der Sanierung der Burganlage und des Museums auf etwa 20 Millionen Euro“, sagt Hartmut Hoferichter. Insgesamt werden 32,5 Millionen Euro für die komplette Sanierung ausgegeben.

Das Grabentorhaus von Schloss Burg wurde bereits erneuert und erstrahlt im neuen Glanz. Foto: Meuter, Peter (pm)

Denn es gibt noch einiges zu tun, um die Burganlage auf Vordermann zu bringen. Alle Arbeiten sollen zudem bei laufendem Schlossbetrieb durchgeführt werden. „Es wird so gearbeitet, dass möglichst wenig Veranstaltungen tangiert sind“, betont Hartmut Hoferichter.

„Aktuell laufen die restlichen Arbeiten am alten Schulhaus, in dem auch das Besucherzentrum untergebracht ist“, sagt Matthias Veldboers. Die Verwaltung des Schlossbauvereins soll hier künftig einziehen. Überdies werden hier auch Spinde angelegt für größere Besuchergruppen angelegt.

2020 soll zudem mit der Restaurierung des Pferdestalls am Grabentorhof begonnen werden. Weiter geht es 2021 bis etwa Anfang 2023 mit dem Palais, dem Hauptgebäude mit den Saalbauten (Engelbertsaal, Rittersaal) und der Kapelle. „Das Herzstück der Anlage wird zusammen bearbeitet“, erklärt Matthias Veldboers. Außen am Hauptgebäude waren bereits einige Sicherungsarbeiten erforderlich. Es wurde ein Netz gespannt, weil Steine abbröckelten.

Sind die Sanierungsarbeiten im und am Hauptgebäude im Gang, muss in dieser Zeit das Bergische Museum in andere Räume verlagert werden. Ritterspiele, die ansonsten im Brunnenhof stattfinden, werden auf dem Schlossplatz angeboten. Auch die Reparatur der Außenmauern der Schlossanlage stehen im nächsten Jahr auf dem umfangreichen Sanierungsprogramm. „Im Anschluss geht es in die Fläche“, so Lütke Lordemann und Veldboers.

Ein Augenmerk bei allen Arbeiten ist auch, alles etwas barrierefreier zu gestalten, möglichst viel insbesondere in den Museumsräumen. „Gänzlich barrierefrei bekommen wird die Schlossanlage aber nicht“, sagt Stadtdirektor Hoferichter.

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