Solingen: Problem mit Wasser am Schulzentrum

Sanierungen in Solingen: CDU: „Alle wollen die beste Lösung“

Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Carsten Voigt und Iris Preuß-Buchholz, wollen der Verwaltung die notwendige Zeit geben, damit der Sanierungsaufwand an städtischen Gebäuden ermittelt werden kann.

„Jetzt ist es transparent – so, wie es sein sollte.“ Carsten Voigt, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, ist froh darüber, dass nun alle Verwaltungsgebäude auf den Prüfstand kommen. Zum einen, um den exakten Sanierungsaufwand zu ermitteln, zum anderen, welche Standorte eine Zukunft haben.

„Es war wichtig, dass wir uns gewehrt haben“, ergänzte Voigt, nachdem unsere Zeitung am Dienstag über einen nicht-öffentlichen Workshop in der vergangenen Woche berichtete, in dem die zunächst von der Verwaltung favorisierte Zwei-Standort-Strategie mit dem Rathaus in der Stadtmitte und dem Verwaltungsgebäude an der Bonner Straße in Ohligs auf Eis gelegt worden war.

Über 20 Millionen Euro sollten nach bisherigen Vorstellungen der Verwaltung in das marode Verwaltungsgebäude Bonner Straße investiert werden. Im Finanzausschuss wurde auf eine schnelle Entscheidung gedrängt. Die Politik spielte indes nicht mit, die Verwaltung zog ihre Plan der teuren Sanierung des Gebäudes an der Bonner Straße kurzfristig zurück. „Jetzt haben wir das bekommen, was wir wollten“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende mit Blick auf die Verabredungen im Workshop.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende geht davon aus, dass die Verwaltung nun alle Standorte genau unter die Lupe nimmt, „damit wir eine bestmögliche Entscheidung treffen können“. Dafür sei es notwendig, zunächst alle Varianten offen zu halten.

Den Rathaus-Anbau ebenso, wie die weitere Nutzung/Sanierung des Gebäudes an der Bonner Straße oder auch andere Gebäude, in denen die Stadt Mieter ist. „Die Wirtschaftlichkeit muss an erster Stelle stehen“, forderte Carsten Voigt und ergänzte rückblickend: „Wir wurden vom städtischen Immobilienmanagement wieder einmal überrascht.“

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Das trifft auch auf den Sanierungsfall des Schulzentrums Vogelsang zu. „Der Gebäudekomplex hat ein Problem mit Wasser“, erklärte die SPD-Fraktionschefin Iris Preuß-Buchholz. Sie findet es wie ihr CDU-Kollege Carsten Voigt ebenfalls gut, dass jetzt von der Verwaltung auch genau untersucht wird, wie hoch der Sanierungsaufwand an dem in den 1970er Jahren gebauten Schulzentrum tatsächlich ist. Entsprechende Planungsmittel müssten in jedem Fall in den Haushalt 2019 eingestellt werden. „Danach werden wir entscheiden, was gemacht werden muss und ob es sich rechnet“, sagte Iris Preuß-Buchholz.

Dabei sollte man sich aber Zeit nehmen – auch mit Blick auf die anderen Verwaltungsgebäude. „Schnellschüsse sind jetzt nicht zielführend“, warnte die SPD-Fraktionsvorsitzende. „Wir haben im Workshop auf die Bremse getreten, weil man wichtige Entscheidungen über Sanierungen in Millionenhöhe nicht zwischen Tür und Angel treffen kann“, so die frühere Landtagsabgeordnete. Mit Blick auf das Verwaltungsgebäude an der Bonner Straße begrüßt sie es, dass jetzt dort zunächst nur das Notwendigste in die Instandhaltung investiert wird.

Eine Vorgehensweise, die Carsten Voigt grundsätzlich unterstützt. Ob dafür aber zwei oder drei Jahre „unter einer Million Euro“ – so, wie es andere Workshop-Teilnehmer äußerten – in ein Gebäude investiert werden, das später vielleicht gar nicht mehr von der Verwaltung genutzt werden wird, hält er nicht für erforderlich. „Wenn das Dach undicht ist, geht es auch mit geringeren Mitteln“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Voigt drängt auf eine schnelle Meinungsbildung und hat nach dem Workshop ein gutes Gefühl: „Alle wollen die beste Lösung, alle ziehen jetzt an einem Strang. Das ist wichtig.“

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