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Solingen: Positiv Getestete müssen eigene Kontaktlisten erstellen

Situation in Solinger Krankenhäusern : Positiv Getestete müssen eigene Kontaktlisten erstellen

In allen drei Solinger Krankenhäusern werden Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Infektionsbetten wird wieder hochgefahren.

Die Verantwortlichen der drei Solinger Krankenhäuser und die Kassenärztliche Vereinigung sind zuversichtlich, dass es bei der Versorgung von Corona-Patienten in der Klingenstadt zu keinen Lücken kommt. Das haben der Medizinische Geschäftsführer des Städtischen Klinikums, Prof. Dr. Thomas Standl, der Chefarzt des Lungenfachzentrums Bethanien, Prof. Dr. Winfried Randerath, der ärztliche Direktor der St. Lukas Klinik, Dr. Markus Meibert, und Dr. Stephan Lenz, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Solingen, am Freitag betont.

So reichten die Kapazitäten augenblicklich aus und könnten gegebenenfalls weiter ausgebaut werden. Gleichwohl begrüßten die Mediziner die nun in Kraft tretenden verschärften Regelungen ausdrücklich. Beispielsweise müsse es schon allein wegen der nach wie vor sehr großen Belastung des Personals in den Krankenhäusern und aufgrund von in diesem Bereich auftretenden Engpässen das oberste Ziel bleiben, Infektionen möglichst zu vermeiden.

„Die Lage ist mit ,dramatisch’ durchaus richtig beschrieben“, sagte Bethanien-Chefarzt Randerath, der parallel die Zusammenarbeit mit den anderen Häusern und Ärzten sowie mit dem städtischen Gesundheitsamt unter Leitung von Dr. Annette Heibges lobte.

Tatsächlich wird es angesichts der weiter steigenden Fälle immer schwerer, einzelne Infektionsketten nachzuverfolgen. Auch deshalb haben positiv Getestete ab sofort die Pflicht, eigene Kontaktlisten zu erstellen. Diese sollen alle Personen umfassen, zu denen in den vergangenen 14 Tagen vor Erhalt des Testergebnisses Kontakt bestanden hat. Diese Liste muss auf Anforderung dem Gesundheitsamt übergeben werden.

Hoffnung machen wiederum die hohen Testkapazitäten von bis zu 500 Tests täglich und neue Schnelltests. Letztgenannte könnten helfen, Besuche in Pflegeeinrichtungen weiter zu ermöglichen.