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Solingen: Ohligs sucht Namen für neue Boulebahn

Namenswettbewerb für neue Anlage : Ohligs sucht Namen für Boulebahn

Die neue Anlage im Park an der Wittenbergstraße in Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde ist fertig, darf allerdings noch nicht genutzt werden. Wie sie nach der Eröffnung heißen wird, entscheidet ein Wettbewerb.

Während Kinder nebenan schaukeln, rutschen oder die Kletterburg erklimmen, werfen Park-Besucher anderer Generationen bei angenehmem Wetter entspannt ein paar Kugeln: So soll es jedenfalls in absehbarer Zeit sein. Denn die Boulebahn neben dem Café Kiste auf der Grünanlage an der Park- und Wittenbergstraße ist fertig, allerdings noch von einem Bauzaun umringt. Der solle den ausgesäten Rasen schützen, erklärt Pfarrer Klaus Hammes von der evangelischen Kirchengemeinde Ohligs.

Diese hat die Trägerschaft für das neue Freizeitangebot im Stadtteil Ohligs übernommen – und will die Anlage in näherer Zukunft, natürlich in Abhängigkeit vom möglichen Ende der Coronavirus-Pandemie, auch eröffnen. Ideen für einen Namen der Bahn sind hingegen schon jetzt gefragt: Denn die Organisatoren rufen die Ohligser vor der offiziellen Eröffnung zu einem Wettbewerb auf. Dem Gewinner winke ein „sachdienlicher“ Preis, heißt es von der Gemeinde.

Seine Anfänge genommen hatte das Projekt bereits vor mehr als eineinhalb Jahren. Immer wieder hätten Menschen auf dem Gehweg durch den Park Boule gespielt, erzählt Hammes. Die Initiative für die Bahn kam dann aus dem Helferstab des benachbarten Café Kiste, zu dessen Angeboten unter anderem auch ein Abend der Begegnung für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gehört.

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Im Rahmen der Workshop-Reihe „Visionen für Ohligs“ der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Ohligs sei die Idee auf breite Unterstützung gestoßen, berichtet Barbara Klenter aus dem Betreuungs-Team des Cafés. Sie kümmerte sich um die Organisation des Projekts.

Bei dessen Umsetzung saßen schließlich mehrere Partner im Boot: Ungefähr 4000 Euro für Material und Baufahrzeuge konnten die Planer über den städtischen Verfügungsfond für Ohligs aufbringen. Auch der Teilbetrieb Stadtgrün und Stadtbildpflege der Technischen Betriebe (TBS) und die AWO Arbeit und Qualifizierung waren an der Umsetzung des Vorhabens mitbeteiligt. Zwischen sechs und acht Wochen dauerten die Arbeiten an der Bahn, die von hellen Fliesen eingerahmt ist. Das Café Kiste wird die Pflege der Anlage übernehmen – und hofft auf Unterstützung der Spieler.

Nutzbar sein soll die laut Planer „erste professionelle Boulebahn in Ohligs“ grundsätzlich für alle an der beliebten Freizeitsportart Interessierten. Nur ihre eigenen Kugeln sollen sie mitbringen. Zwar müssen sich die Spieler sämtlicher Generationen in Corona-Zeiten trotz des angekommenen Frühlings bekanntlich noch ein bisschen gedulden. Barbara Klenter aber ist sich sicher: „Ohligs ist um eine Attraktion reicher.“