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Solingen: Offene Zeltstadt trotzt der Pandemie

Angebot für Jugendliche In Solingen : Offene Zeltstadt trotzt der Pandemie

Obwohl es noch viele Einschränkungen gibt, haben sich die Organisatoren für die Austragung der Veranstaltung in Gräfrath entschieden.

Einfach gemacht hat sich das Organisations-Team der Offenen Zeltstadt die Entscheidung über eine Ausrichtung in diesem Jahr nicht. „Wir haben lange überlegt“, sagt Lisanne Rickert. Da es aber in der momentanen Situation ohnehin kaum Angebote für Jugendliche gebe, habe man sich dazu entschieden, die Veranstaltung trotz der Corona-Pandemie stattfinden zu lassen.

Auch hier ist in diesem Jahr einiges anders als in den vorherigen. Die Veranstaltung ist etwas verkürzt worden und findet nunmehr vom 3. bis zum 7. August statt. Auf die sonst fest dazugehörenden Übernachtungen muss in diesem Jahr verzichtet werden. „Das Herz blutet“, sagt Rickert, aber die Durchführung der Zeltstadt sei es auf jeden Fall wert. Man hoffe, „dass das Feeling trotzdem rüberkommt.“

Das Zeltstadt-Team hat ein ausführliches Hygiene-Konzept erstellt, das von der Stadt Solingen genehmigt wurde. Die Organisatoren betonen, man habe mit den zuständigen Behörden gute Gespräche geführt und Unterstützung von allen Seiten erfahren.

Das Konzept beinhaltet auf je 15 Personen begrenzte Gruppengrößen und Anwesenheitslisten zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten. Beim Betreten des Geländes muss eine Maske getragen werden, sobald man sich in der jeweiligen Gruppe zusammengefunden hat, darf diese abgelegt werden.

Um die Einhaltung des Mindestabstands zu gewährleisten, sind die Bänke entsprechend gekennzeichnet. Auch das Abendprogramm findet mit ausreichendem Sicherheitsabstand statt. Desinfektionsmittel steht bereit, die Sanitäranlagen werden regelmäßig gereinigt. Es gibt Lunch-Pakete und auch der Kiosk steht zur Verfügung.

Das Zeltstadt-Motto „Komm wann du willst, bleib solange es dir gefällt“ gilt aufgrund des Corona-Virus in diesem Jahr jedoch nur sehr eingeschränkt: Eine vorherige Anmeldung ist verpflichtend. Für je drei Workshops kann man sich online anmelden, wer an mehr als drei teilnehmen will, wiederholt den Anmeldevorgang einfach mehrmals. Jugendliche unter 18 benötigen das Einverständnis ihrer Eltern.

Die Teilnahme an einem Workshop kostet dieses Jahr zwischen einem und fünf Euro, je nachdem, wieviel man bereit und in der Lage ist zu zahlen. Das Abendprogramm kostet drei Euro. Normalerweise betragen die Kosten fünf Euro pro Tag und zehn Euro für eine Übernachtung. „Wir wollen jedem die Teilnahme ermöglichen“, betont Rickert. Zu den Förderen der Zeltstadt gehören neben der Stadt Solingen auch das Erzbistum Köln und der Bund der Deutschen katholischen Jugend.

Pro Tag gibt es zwei oder drei Workshops, darunter Yoga, Bogenschießen und Volleyball. Highlight ist das zweimal stattfindende „Piraten Live Adventure“, eine Art Schnitzeljagd. Was genau einen dort erwartet, bleibt bis zum Start geheim.

An vier der fünf Tage gibt es darüber hinaus ein Abendprogramm. Neben Konzerten der Band „Jugend von heute“ und des Singer-Songwriters Philipp Artmann werden auch eine „Quiz-Night“ und das traditionelle Wikingerschach-Turnier veranstaltet.

Die Teilnehmerzahl für das Abendprogramm ist auf 80 Personen begrenzt, obwohl durchaus mehr erlaubt wären. „Wir haben aber auch eine Verantwortung“, begründet Rickert die Entscheidung, den rechtlichen Rahmen nicht auszureizen. Das gesamte Programm sowie die Anmeldung sind im Internet zu finden unter:

www.offene-zeltstadt.jimdofree.com