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Solingen: Neues Hotel auf der Ostseite des Hauptbahnhofes bis Ende 2022

Hotel-Projekt in Solingen : Neues Hotel nimmt Ende 2022 Gäste auf

Das Hotel-Projekt am Solinger Hauptbahnhof nimmt nach einigen Verzögerungen nun Fahrt auf. Die fehlende Abstandserklärung der Bahn liegt vor, in der ersten Junihälfte wird laut Stadt die Baugenehmigung erteilt.

Die noch fehlende Abstandserklärung der Deutschen Bahn im Zusammenhang mit dem Hotelneubau am Solinger Hauptbahnhof an der Steinstraße in Ohligs liegt jetzt vor. „In der ersten Junihälfte wird die Baugenehmigung für das Hotelprojekt erteilt“, erklärt Stadtdirektor und Baudezernent Hartmut Hoferichter auf Anfrage unserer Redaktion.

Investoren des rund 20-Millionen-Euro-Projekts sind Karsten Monke, Inhaber des Architekturbüros Archwerk, und Marc Thiel, Geschäftsführer der Seneca Advisors GmbH in Berlin. „Sobald wir die Baugenehmigung in Händen halten, gehen alle weitere Vorkehrungen und die Ausschreibung voran“, kündigt Investor Marc Thiel an.

Corona-bedingte Einschränkungen beim Hotel-Projekt am Solinger Hauptbahnhof sieht der Geschäftsführer der Seneca Advisors GmbH keine. „Die haben wir nicht“, stellt Thiel klar. Wohl aber hat sich das Projekt verzögert, unter anderem durch längere Verhandlungen beziehungsweise die notwendige Abstandserklärung seitens der Bahn. „Jetzt können wir die Planung vollenden und ausschreiben“, sagt Thiel.

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Er geht allerdings nicht davon aus, dass der Baustart des Hotels noch in diesem Jahr erfolgen kann. „Voraussichtlich Anfang 2021, im dritten oder vierten Quartal 2022 wollen wir dann fertig sein“, so der Investor. Zumal 15 bis 18 Monate Bauzeit eingerechnet werden müssen.

Betreiber beziehungsweise Mieter des Hotels ist die Tristar Hotelgruppe aus Berlin, die am Hauptbahnhof das „Holiday Inn Express Solingen“, ein Haus der Drei-Sterne-Kategorie, eröffnen will. Dabei handelt es sich um eine zur „Continental Hotels Group“ gehörende Marke der Betreibergruppe Tristar GmbH. Ein „Holiday Inn Express“ gibt es beispielsweise auch in der Nachbarstadt Wuppertal.

Das Hotel-Projekt steht im Zusammenhang mit der Entwicklung des nahegelegenen Hansa-Quartiers. Zunächst hieß es, dass im März der Baustart erfolgen sollte. Doch die Abstandsflächenerklärung der Bahn verzögerte sich – auch wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie. Bereits Ende des vergangenen Jahres wurden alte Häuser an der Steinstraße abgerissen, um Platz für das neue Hotel zu schaffen. Das soll fünf Geschosse mit insgesamt 158 Gästezimmern bekommen. Geplant ist auch ein Restaurant.

 Karsten Monke (l.) und Marc Thiel von der Hotel Solingen GmbH wollen das neue Hotel am Hauptbahnhof bauen.
Karsten Monke (l.) und Marc Thiel von der Hotel Solingen GmbH wollen das neue Hotel am Hauptbahnhof bauen. Foto: Martin Oberpriller

Der Kontakt zu Investor Karsten Monke war bereits 2017 auf der Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real geknüpft worden. Vermittelt hatte ihn die Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft (BEK). Die BEK ist eine Tochter des Landes NRW und der Deutschen Bahn. Der gehörte ein Teil des Grundstückes, der zweite Teil gehörte dem Solinger Unternehmer Michael Kölker.

Monke holte Marc Thiel als Investor mit ins Boot. Beide haben Erfahrung als Projektentwickler und Investoren. „An diesem Beispiel können wir sehen, dass die Präsenz von Solingen auf der Expo Real ein absolutes Muss ist“, so Wirtschaftsförderer Frank Balkenhol kurz vor Beginn der Gewerbe-Immobilienmesse in München im vergangenen Jahr.

Gleichwohl hat Solingen zusammen mit den bergischen Nachbarstädten Remscheid und Wuppertal und der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) diese Woche die Teilnahme an der Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real im Oktober abgesagt. Der Grund: Unter den im Gesundheits- und Hygienekonzept der Expo Real skizzierten Rahmenbedingungen sei eine sinnhafte Durchführung der Messe vom 5. bis 7. Oktober nicht möglich.