Solingen: Neue Prioritäten bei Tempo-30-Zonen

Sechs Wohngebiete sind dabei : Neue Prioritäten bei Tempo-30-Zonen

26 Vorschläge liegen vor, 20 bleiben in diesem Jahr unberücksichtigt. Hier müssen Anwohner auf Tempo 30 warten.

Während sich die Bürger in sechs Wohngebieten in diesem Jahr über neue Tempo-30-Zonen freuen können, müssen sich Anwohner anderer Stadtviertel noch in Geduld üben. In den Unterlagen des Rathauses zu neuen Zonen sind 20 Gebiete aufgeführt, die in diesem Jahr nicht berücksichtigt werden sollen. Das letzte Wort haben die Stadtteilpolitiker in den Bezirksvertretungen. Jedes Jahr richtet die Stadt in der Regel fünf neue Tempo-30-Zonen ein – in jedem Stadtbezirk eine. In diesem Jahr sind es sogar sechs, weil in einem Fall ein älterer Beschluss umgesetzt wird. Hier werden hingegen die 30er-Regelungen vorerst nicht umgesetzt:

Mitte In Solingen-Mitte sind nach Angaben der Stadtverwaltung sechs Vorschläge aktuell, von denen fünf frühestens in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Dies betrifft unter anderem den Bereich von Van-Meenen- und Haumannstraße in der Nachbarschaft des Rathauses. Auch am Mangenberg wird es an Sand- und Luisenstraße noch keine durchgehende Tempo-30-Regelung geben. Gleiches gilt für den Bereich Obengönrath (mit Friedrich-Wilhelm, Dingshauser, Kreuzweger, Ludwigstraße und Schneekoppenweg) sowie die Straßen Waardt (zwischen Mangenberger und Viehbachtalstraße) und Lehn (ebenfalls nahe der Viehbachtalstraße).

Ohligs Ein weiterer Vorschlag bezieht sich auf den gesamten Bereich Keusenhof/Schnittert/Wilzhaus. Diesen schlägt die Verwaltung derzeit genauso wenig als neue 30er-Zone vor wie die Siedlung mit Leipziger, Meißener und Dresdener Straße (nahe dem Stiehlsteich).

Aufderhöhe Gleiches gilt für zwei Viertel zwischen Frieden- und Höhscheider Straße (mit Alemannstraße, Hermann-Hesse- und Wilhelm-Busch-Weg sowie mit Ufer-, Teutonen- und Frühlingstraße).

Gräfrath In Gräfrath konzentrieren sich die Verkehrsplaner bei neuen Tempo-30-Zonen vor allem auf das Gebiet rund um den alten Ortskern. Darum bleiben Sachsenstraße, Ubierweg und Vogelsang (zwischen dem Botanischen Garten und der Frankenstraße), der Bereich Eipaß (mit dem Amorweg) sowie Oben- und Untenketzberg (mit Ringelshäuschen und umliegenden Straßen) in den Planungen des Rathauses zunächst unberücksichtigt.

Wald In Wald trifft dies auf die von Bürgern angeregte Tempo-30-Zone auf der Ittertalstraße (zwischen Talblick und Bausmühlenstraße) und den Schimmelbuschweg zu. Auch die Liebigstraße (zwischen Becher Straße und Weyerstraße) bleibt in diesem Jahr auf der „Warteliste“.

Höhscheid Sich gedulden müssen auch die Bürger, die ein flächendeckendes Tempo 30 auf der Eichenstraße (mit Schürmann-, Eulen-, Cantor-, Thalesweg, Hoppenböcken und Eichenstraße) vorgeschlagen haben. Eine relativ große Tempo-30-Zone wäre der Bereich Pfaffenberg/Hästen (vor allem mit dem Pfaffenberger Weg). Auch die ist kurzfristig aber nicht zu erwarten. Auch für Dornsiepen und Meisenburger Weg sowie Goethe-, Herder- und Raabestraße gibt es noch keine konkreten Pläne.

Krahenhöhe Auch am Schaberg (mit Schaberger Straße ab Hausnummer 76 und Schaberfeld) müssen die Anwohner auf eine 30er-Zone warten.

Bei Tempo-30-Zonen soll es sich laut Stadtverwaltung um zusammenhängende Gebiete handeln. Sie dürfen keine Hauptverkehrsstraßen einbeziehen. Innerhalb der Zonen sollen die Straßen ein einheitliches Erscheinungsbild haben. Die Zonen sollen in Wohngebieten zu mehr Sicherheit und weniger Lärm führen.

(Boll)
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