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Solingen: Neue Ampelanlagen in Mitte und in Ohligs vorbereitet

Straßenverkehr in Solingen : Warten auf neue Signalanlagen

Im Kreuzungsbereich Mangenberger Straße/Untengönrather Straße ist die neue Signalanlage noch nicht in Betrieb genommen. Ebenso wenig wie die neue Ampel im Bereich Schwarze Pfähle in Merscheid. Die Ampeln sollen Unfallgefahren mindern.

Die Unfälle im Kreuzungsbereich Mangenberger Straße  / Untengönrather Straße häuften sich. Knapp 30 wurden binnen 2011 und 2016 aufgelistet, sechs Verletzte waren zu beklagen. An fünf Unfällen waren Lastwagen beteiligt. Zumal das nahe gelegene Gewerbegebiet Scheuren vor allem über die Untengönrather Straße angefahren wird – die Zufahrt zur Viehbachtalstraße lässt weiter auf sich warten.

2017 sah die Unfallkommission angesichts der Gefahrenstelle im Kreuzungsbereich aber Handlungsbedarf. Vorgeschlagen wurde eine Lichtzeichenanlage, darüber wurden die Bezirksvertretung Mitte und der Planungsausschuss offiziell im März 2017 informiert. Doch erst im vergangenen Jahr starteten die Bauarbeiten, die bis auf die Inbetriebnahme der Ampel nun fertiggestellt sind. „Die Anlage muss noch von den Fachleuten der Technischen Betriebe Solingen abgenommen“, sagt die städtische Pressesprecherin Sabine Rische. Diese Woche soll es dafür einen Termin geben. Ob das klappt, ist jedoch ungewiss. Denn mittlerweile spielt auch bei Terminvereinbarungen das Coronavirus eine gewichtige Rolle – „weil als Vorsichtsmaßnahme Personal reduziert wird, etwa bei der Signalbaufirma“, so Rische.

Im Zuge der Baumaßnahme für die Signalanlage im Kreuzungsbereich Mangenberger Straße / Untengönrather Straße wurde die Bushaltestelle „Kotten“ näher an die neue Ampel verlegt und eine Buspräferenzspur angelegt. Das Rechtsabbiegen in die Untengönrather ist durch eine Vergrößerung des Abbiegeradius verbessert worden. Das verhindert, dass große Fahrzeuge nicht mehr den Gehweg überfahren müssen.

Die Haltelinien der Linksabbieger auf die Mangenberger Straße in Richtung Innenstadt und die auf der Untengönrather Straße werden zurückversetzt, um ebenfalls das Abbiegen größerer Fahrzeuge zu verbessern. Für die Fußgänger wurde an jedem Knotenarm eine Furt zur Querung der Fahrbahn angelegt.

Mit Blick auf die Verkehrssicherheit begrüßt der Bezirksbürgermeister von Mitte, Richard Schmidt (SPD), die Installation der Signalanlage, auch wenn es lange genug gedauert hat. „Einige Bürger, insbesondere von der Maschinenstraße, haben mich aber auf die Ampelanlage angesprochen. Sie sind davon nicht begeistert, weil sie Rückstaus durch die Rotphasen befürchtet“, sagt Richard Schmidt. Der Bezirksbürgermeister fände es zudem sinnvoll, wenn ein Mitglied der Bezirksvertretung mit in der Unfallkommission dabei wäre: „Das würde das Meinungsspektrum bereichern“.

Gerade aber die Unfälle mit Lkw könnten im Kreuzungsbereich Mangenberger Straße / Untengönrather Straße vermieden werden, wenn denn eine Auf- beziehungsweise Abfahrt für Lastwagen auf der Viehbachtalstraße vorhanden wäre. „Dann wäre über die neue Signalanlage vielleicht anders entschieden worden, jetzt müssen wir damit leben“, sagt Richard Schmidt.

Die Ampelanlage an der Straße Schwarze Pfähle soll die Unfallzahlen senken. Foto: Peter Meuter

Auch in Merscheid ist man von einer neuen Ampelanlage nicht durchweg begeistert. An der Vieh-Ausfahrt Merscheider Straße / Bebelallee / Schwarze Pfähle ist jetzt für den Verkehr aus Richtung Frankfurter Damm / Innenstadt kommend der Bau einer Signalanlage mit entsprechenden Querungen für Fußgänger vorbereitet worden. Teile der Politik in der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid sehen die Signalanlage nach wie vor kritisch. „Ich bin immer noch dagegen. Ich bezweifle, dass die Anlage etwas an den Unfallzahlen ändern wird“, sagte jüngst Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Doch die Signalanlage ist jetzt weit auf dem Weg. „Die Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen“, sagt Sabine Rische. Wann die eigentliche Lichtzeichenanlage errichtet werden kann, steht allerdings nicht fest: „Zum Zeitrahmen kann aktuell keine verlässliche Aussage getroffen werden.“