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Solingen: Nachwuchs für die Stadtvetwaltung

Ausbildung in Solingen : Nachwuchs für die Stadtverwaltung

Oberbürgermeister Tim Kurzbach und der Verwaltungsvorstand begrüßten am Montag in der Maschinenhalle auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrum in Höhscheid 50 neue Auszubildende.

Die Einstellungstests waren nicht einfach. Und die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für die letztlich 50 Ausbildungsstellen bei der Stadtverwaltung lag laut Oberbürgermeister weit über 1000. Zusammen mit dem Verwaltungsvorstand begrüßte Tim Kurzbach am Montag in der Maschinenhalle auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums 50 junge Leute, die ihre berufliche Karriere jetzt beziehungsweise am 1. September bei der Stadtverwaltung starten. „Wir sind einer der spannendsten Arbeitgeber überhaupt. Wir bieten ein breites Betätigungsfeld, so etwas gibt es kaum irgendwo“, sagte der Stadtchef.

In der Tat ist die Palette der Ausbildungsmöglichkeiten im Rathaus breit gefächert. 30 verschiedene Berufe werden in der Regel angeboten – unter anderem aus den Bereichen Verwaltung, Erziehung, Wirtschaft, Handwerk und Technik, Erzieherin/Erzieher oder Verwaltungsfachangestellte wurden nun junge Leute eingestellt. In der Beamtenlaufbahn oder im Dualen Studium mit verschiedenen Fachrichtungen haben sich ebenfalls viele Schulabgänger beworben wie für IT-Berufe, als Industriemechaniker, Vermessungstechniker, Mediengestalter oder Elektroniker. Neben dem Dualen Studium der Fachrichtung Kommunaler Verwaltungsdienst mit dem Abschluss Bachelor of Laws bietet die Stadt zum zweiten Mal das Duale Studium der Fachrichtung Soziale Arbeit, Bachelor of Social Work sowie zum ersten Mal das Duale Studium der Fachrichtung Verwaltungsinformatik (Bachelor of Arts) an. „Für den gehobenen Dienst hätten wir gerne noch mehr junge Leute eingestellt“, sagte Ausbildungsleiterin Claudia Schauenberg. „Aufgrund der guten Bewerbungen haben wir andererseits statt zwei Personen für ein soziales Studium jetzt drei eingestellt“.

Grundsätzlich, sagen Schauenberg und Guido Krämer, der sich um die Personalgewinnung im Rathaus kümmert, sei es durch die Corona-Krise schwieriger geworden, die angebotenen Stellen zu besetzen. „Wir haben uns noch im Juni und Juli mit dem Auswahlverfahren beschäftigt“, erklärten die beiden Personalexperten. Fertig ist man gleichwohl noch nicht, zumal für die Feuerwehr noch 18 Brandmeister gesucht werden. Starttermin für die angehenden Brandmeister ist April 2021.

Der Verwaltungschef gab dem Beamten- und Angestelltennachwuchs mit auf den Weg, „sich einzubringen und den Mund aufzumachen. Stadtverwaltung heißt nicht, sich zurückzulehnen – im Gegenteil. Wir brauchen ihre Kreativität und ihr Interesse“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach und verband damit nicht nur seine eigene Erwartungshaltung, sondern auch die der anwesenden Dezernenten und Abteilungsleiter. „Wer das macht, der wird eine großartige Karriere in der Verwaltung machen“, ergänzte Kurzbach und erinnerte die jungen Leute gleichzeitig daran, wie wichtig es ist, dass es eine Verwaltung gibt: „Sie setzt sich für den Zusammenhalt der Gesellschaft ein und sorgt dafür, dass das Zusammenleben in der Stadt funktioniert.“

Als „große Teamleistung“ lobte der Oberbürgermeister das Funktionieren der Verwaltung seit Ausbruch der Corona-Pandemie Mitte März. „Wir sind ganz gut durch die Krise gekommen, aber die Krise ist noch da“, warnte Kurzbach.

Normalerweise hätte sich der Verwaltungsnachwuchs in dieser Woche auf eine Ausbildungsfahrt begeben. Diese fällt wegen der Corona-Pandemie aber aus. Gleichwohl gibt es einige Programmpunkte, unter anderem eine Sicherheitsunterweisung. Claudia Schauenberg: „Nächste Woche geht es dann richtig los.“