Solingen: Mord an Monica Byrne bei „Aktenzeichen XY...ungelöst“

Monica Byrne lebte in Solingen : Mord an Engländerin bei „Aktenzeichen XY“

Die Polizei will den seit neun Jahren ungeklärten Mord an einer 63-jährigen Engländerin in Solingen doch noch aufklären.

Es ist eines der mysteriösesten Verbrechen, das sich in den zurückliegenden Jahren in Solingen zugetragen hat. Ende März 2010, das genaue Datum ist bis heute unbekannt, wurde die damals 63 Jahre alte Engländerin Monica Byrne in ihrer Wohnung in der Innenstadt umgebracht. Doch trotz intensiver Ermittlungen ist es den Fahndern der zuständigen Mordkommission immer noch nicht gelungen, den oder die Täter zu fassen – weswegen der Fall nun noch einmal vor einem Millionenpublikum aufgerollt werden wird.

Am heutigen Mittwochabend beschäftigt sich die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ ab 20.15 Uhr mit dem Mord an der Lehrerin, die zu Lebzeiten nicht allein einen guten Ruf in der regionalen Kulturszene besaß, sondern die sich auch um Drogenabhängige sowie Obdachlose kümmerte. Wobei gerade dieses Engagement Monica Byrne am Ende möglicherweise zum Verhängnis geworden ist.

Denn tatsächlich bot ein Pärchen, das sich 2010 eine Zeit lang in der Solinger Szene aufgehalten haben soll, einem Juwelier in der Klingenstadt einen Ring an, der zumindest eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Schmuckstück der Lehrerin besitzen könnte. „Der Ring ist darum eine der Spuren, die wir in der TV-Fahndung zur Sprache bringen werden“, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag.

Der Fall der ermordeten Engländerin, die in ihrer Wohnung am Neumarkt zwischen dem 28. und 30. März 2010 ermordet und Tage später dort gefunden wurde, wird während der Sendung in Form eines Films vorgestellt. Anschließend wird ein Kommissar des Polizeipräsidiums Wuppertal im Studio die Hintergründe erläutern sowie Telefonanrufe von Zuschauern annehmen. „Der Kollege war von Beginn an mit dem Fall beschäftigt“, berichtete der Polizeisprecher, der parallel betonte, man verspreche sich von der Ausstrahlung des Falls durchaus einige neue Erkenntnisse.

Die Sendung von Moderator Rudi Cerne ist immer dann eine Option, wenn die meisten Spuren im Sande verlaufen sind. Oftmals werden Taten thematisiert, die schon Jahre zurück liegen und bei denen die Polizei kaum noch Hoffnung hat, der Täter habhaft zu werden. Im Polizeipräsidium Wuppertal zählt der Fall Monica Bryne ebenfalls zu den so genannten Cold Cases.

(dpa/irz)
Mehr von RP ONLINE