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Solingen: Moorschnucken und Ziegen in der Ohligser Heide

Ohligser Heide : Eine Wanderschafherde pflegt die Heidelandschaft

Im Naturschutzgebiet Ohligser Heide ist in den nächsten Tagen wieder eine Wanderschafherde unterwegs.

(red) Im Naturschutzgebiet Ohligser Heide sind jetzt wieder Moorschnucken und Ziegen als Wanderschafherde unterwegs. Sie „arbeiten“ für den Naturschutz und pflegen Nass- und Trockenheiden.

Die Pflege der Heidelandschaft ist eine dauerhafte und aufwändige Aufgabe. Vor diesem Hintergrund wird bereits seit 2002 eine Wanderschafherde eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es, die Lebensräume in der Heide offen zu halten und eine Bewaldung zu verhindern. Tagsüber wird die Herde von einem Schäfer mit ausgebildeten Hütehunden über die Flächen geführt. In der Nacht wird sie mit einem Elektrozaun eingepfercht und so gesichert.

In der Vergangenheit musste der Schäfereibetrieb jedoch immer wieder schwierige Situationen meistern. So trieben bellende Hunde die Tiere auf und zerstreuten sie weit in unwegsames Gelände. Steckzäune wurden umgedrückt, so dass Schafe entliefen, einige wurden von freilaufenden Hunden gerissen. Deshalb appellieren Stadtdienst Natur und Umwelt, Biologische Station Mittlere Wupper und der Schäfereibetrieb vor Ort, das Naturschutzgebiet mit besonderer Achtsamkeit zu besuchen. Hundebesitzer sollten dafür Sorge tragen, dass sie ihre Hunde ruhig und stressfrei auf offiziellen Wanderwegen an der Schaf- und Ziegenherde vorbei führen. Zudem gilt im Naturschutzgebiet grundsätzlich die Leinenpflicht.