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Solingen: Mobilitätskonzept für Ohligs gefordert

Neubau-Aktivitäten in Solingen-Ohligs : Jongens fordern Mobilitätskonzept

Die Ohligser Jongens mahnen Lösungen für mehr Parkraum im Stadtteil an.

Mit Blick auf das Neubaugebiet auf dem ehemaligen Olbo-Gelände am Ohligser Markt würde die sich jetzt schon unzureichende Parksituation noch deutlich verschärfen, erklären Präsident Gerd Riedel und Geschäftsführer Joachim Junker in einer Pressemitteilung.

Ein Kernpunkt der öffentlichen Diskussion bei einer Veranstaltung zu Beginn dieses Monats in der Festhalle war aus Sicht der Bevölkerung der viel zu gering vorgesehene Parkraum (215 Parkplätze bei 300 Wohnungen) im geplanten Wohnkomplex auf dem ehemaligen Olbo-Gelände. „Die Zufahrten zu den Parkgaragen sollten dabei nicht über die Aachener Straße, sondern über den Heiligenstock erfolgen“, schlagen Riedel und Junker vor.

Sie befürchten, dass sich die günstige Verkehrsinfrastruktur von Ohligs – was den öffentlichen Nahverkehr anbetrifft – die in absehbarer Zeit mit dem Bevölkerungswachstum entstehenden Parkraum-Probleme nicht lösen wird. „In Zusammenhang mit der Baumaßnahme auf dem ehemaligen Olbo-Gelände und den derzeit laufenden Projekten an der Ellerstraße und auf dem Stadion-Gelände am Hermann-Löns-Weg  sowie dem zu erwartenden Bevölkerungszuwachs im Stadtgebiet ist es aus unserer Sicht zwingend erforderlich und notwendig, ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Mobilitätskonzept für Ohligs zu entwickeln.“

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Dazu gehört nach Auffassung der Ohligser Jongens ein „intelligentes Parkleitsystem“, das sichtbar an den Eingangsstraßen die Anzahl zur Verfügung stehender Parkplätze anzeigt und durch beleuchtete Beschilderungen zu den Parkhäusern führt oder auch in die Navigationssysteme eingespeist wird. Außerdem sollte dieses Mobilitätskonzept darauf ausgerichtet sein, den motorisierten Individualverkehr so gering wie möglich zu halten und attraktive Alternativen zu schaffen – zum Beispiel durch ein entsprechendes Konzept des Fahrradwegenetzes sowie die Schaffung weiterer Fahrradparkmöglichkeiten. Ziel sollte hier laut den Jongens ein „fahrradfreundliches Ohligs“ sein. „Selbstverständlich sollte dieses Mobilitätskonzept auch behindertengerechte und barrierefreie Zuwegungen in Ohligs beinhalten“, ergänzen Gerd Riedel und Joachim Junker.