Solingen/Leichlingen: Haasenmühle eröffnet mit neuer Pächterin

Gastronomie in Solingen : Haasenmühle eröffnet mit neuer Pächterin

Am 21. März eröffnet das neue umghebaute Cafe in der Haasenmühle an der Stadtgrenze zwischen Solingen und Leichlingen. Rund drei Jahre lang gab es in der Gaststätte keinen Gastronomiebetrieb mehr.

Das Sofa an der Fachwerkwand lädt förmlich dazu ein, sich bei einem guten Buch und einer Tasse Kaffee niederzulassen. Einen Eindruck der Gemütlichkeit versprühen auch der zum Holztisch umgebaute alte Palettenwagen und der Kamin in der Raumecke. „Es soll ein Ort der Zusammenkunft von Menschen unabhängig von irgendeiner speziellen Zielgruppe sein“, sagt Nicole Planert, als sie bei Kerzenschein den Blick durch den Gastraum schweifen lässt.

Die gelernte Hotelfachfrau erfüllt sich in den historischen Räumen der Haasenmühle einen lange gehegten Wunsch: „Ich wollte schon immer ein eigenes Café.“ Das geht am 21. März an den Start – offensichtlich zur Freude von Wanderern entlang der Wupper und früheren Stammgästen des Restaurants. „Alle Leute, mit denen wir sprechen, freuen sich über die Neueröffnung. Viele erzählen von früheren Besuchen“, berichtet Planert.

Rund drei Jahre lang gab es in der Gaststätte an der Mündung des Nacker Baches in die Wupper keinen Gastronomiebetrieb mehr. Seit August des vergangenen Jahres kümmert sich Planert, die mit der Inhaberin gut bekannt ist, als Pächterin um die Haasenmühle. Sie entrümpelte das Gebäude und gestaltete die Innenräume neu – teils in Eigenarbeit sowie mit der Unterstützung freiwilliger Helfer und Handwerksbetriebe. „Das ist ein Mix geworden“, charakterisiert sie die Einrichtung.

Diese ist beeinflusst durch verschiedene Stationen ihres Lebensweges: Aus dem Harz stammend, absolvierte Planert ihre Ausbildung im Düsseldorfer Fünf-Sterne-Hotel Breidenbacher Hof, lebte dann in England und Frankreich. Später sammelte sie Erfahrungen in der Küche. Die Immobilie an der Stadtgrenze zwischen Solingen und Leichlingen sei sie für sie in mehrerer Hinsicht ideal – unter anderem auch deshalb, weil sie eine Etage über dem Café selbst wohnt. „Mir war es wichtig, dass mich meine Kinder auch zu sehen bekommen“, sagt sie mit Blick auf den hohen Arbeitsaufwand und die nicht gerade familienfreundlichen Zeiten in der Gastronomie.

Zur Seite steht ihr im Betrieb Monika Iven, die sie seit über 20 Jahren kennt. „Ich habe meine Leidenschaft fürs Kochen in Italien entdeckt, und habe dadurch einen italienischen Touch“, erklärt Iven. Neben Frühstück und Kaffeetisch mit selbst gebackenen Kuchen erwartet die Gäste auch eine kleine, wechselnde Mittagskarte. Flammkuchen und Suppen gehören zu den Speisen, Produkte regionaler Bauern will Iven verarbeiten. „Schnitzel und Pommes wird es nicht geben“, betont Planert. Feierlichkeiten geschlossener Gesellschaften sollen im heimeligen Ambiente später ebenso stattfinden wie Lesungen oder Weinproben. Für letztere eignet sich besonders gut der urige Weinkeller neben der alten Mühle, den Planert aufarbeitete: Dort könnten es sich kleine Gruppen in Zukunft zwischen altem Steinofen und Brunnen gut gehen lassen. Am Außengelände wird derzeit noch gearbeitet. Für den Start des Cafés hat Planert ein siebenköpfiges Team beisammen, dass sich in den Sommermonaten noch vergrößern könnte.

Öffnungszeiten ab 21. März, jeweils mittwochs bis sonntags, ab 10 Uhr

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