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Solingen / Leichlingen: An Wupperbrücke wird wieder gebaut

Stabile Wetterlage : An Wupperbrücke wird wieder gebaut

Hochwasser hatte die Bauarbeiten an der Wupper zwischen Solingen und Leichlingen beeinträchtigt.

   Die sonnige Wetterlage der vergangenen Tage haben flächendeckend für eine entspannte Situation an den Pegelstationen des Wupperverbandes gesorgt. Die Pegel, sowohl am Eschbach in Unterburg, aber auch an der Wupper, bewegen sich im gesamten Verbandsgebiet weiterhin im normalen Bereich. Hochwasser relevante Wettereignisse sind laut Wupperverband aktuell nicht in Sicht. Das freut die Bauarbeiter, die derzeit zwischen Haasenmühle auf Solinger und Nesselrath auf Leichlinger Seite eine neue Brücke über die derzeit gemächlich dahin fließende Wupper bauen.

Im Januar und vor allem auch im Februar waren die Bauarbeiten durch Hochwasser massiv beeinträchtigt. „Die Spundwände sind wieder trocken gelegt und gereinigt“, sagt Sabine Rische von der städtischen Pressestelle. Während in der jüngsten Vergangenheit insbesondere auf Solinger Seite noch gebaut werden konnte, fielen die vorbereitenden Arbeiten für das Fundament der neuen Brücke am gegenüberliegenden Ufer im wahrsten Sinne des Wortes bislang ins Wasser: Wegen des hohen Pegelstandes konnte hier nicht gearbeitet werden, die Baustelle lag teilweise unter Wasser.

Seit der guten Wetterlage gestaltet sich die Lage aber auch in diesem Baubereich nun deutlich besser. „Das Gelände wird vorbereitet, es wird eine Arbeitsebene angelegt, damit das Rammgerät aufgestellt werden kann“, erklärt Sabine Rische. Bis zu sieben Meter tief in den Boden dringt das Rammgerät in den Boden ein, danach können die Spundwände gesetzt werden. „Wir erwarten das dieses Spezialgerät Anfang nächster Woche und gehen davon aus, dass es ab Mittwoch im Einsatz ist“, sagt Projektleiter Detlef Diekel.

Rund zwei Wochen dauert es, bis die neuen Spundwandkästen gesetzt und danach die Arbeiten am Widerlager aufgenommen werden. Die Spundwandkästen sorgen dafür, dass kein Grundwasser die Bauarbeiten beeinträchtigt. Ist das alles erledigt, können schließlich die eigentlichen Neubauarbeiten auf beiden Seiten parallel aufgenommen werden. Am Solinger Wupperufer ist man bereits weiter auf dem Weg.

Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatte Hochwasser die Arbeiten auf der Leichlinger Seite beeinträchtigt. Die Bauarbeiten wurden daraufhin aber so optimiert, dass parallel verschiedene Maßnahmen in Angriff genommen werden konnten. „Der Wasserstand der Wupper ist aktuell im Normalbereich. Wir können jetzt richtig loslegen“, sagt Projektleiter Diekel zuversichtlich.

Ziel war es bislang, den Brückenschlag über der Wupper zwischen Solingen und Leichlingen bis zum Ende 2020 zu realisieren. Ob der Termin eingehalten werden kann, hängt jetzt vom weiteren Baufortschritt ab – und davon, ob es weitere Beeinträchtigungen geben wird.

Denn wegen der Corona-Krise ist es nicht auszuschließen, dass sich Bauarbeiter infizieren – mit der Folge, dass sie selbst beziehungsweise das Bauunternehmen einige Zeit die Arbeit einstellen müssen.