Solingen: Kreisel Bonner Straße - BfS erhöht Druck

A 3-Anschluss: Kreisel Bonner Straße: BfS erhöht Druck

Die Bürgergemeinschaft verlangt, dass nach dem Anschluss des Gewerbegebietes Scheuren an die Viehbachtalstraße nun auch endlich der Kreisverkehr ins Visier genommen wird. Ansonsten drohe dem Verkehr im Westen Solingens der endgültige Kollaps.

Zugegeben, momentan befinden sich die Planungen erst in einem relativ frühen Stadium. Doch in einigen Jahren soll der Verkehr auf der Autobahn A 3 in beiden Richtungen vierspurig an Solingen vorbeilaufen. Wobei manche in der Klingenstadt längst fürchten, dass der Terminus technicus „vorbeilaufen“ in Zukunft durchaus wörtlich zu verstehen sein könnte.

Denn in der Frage eines verbesserten Anschlusses an die A 3 befinden sich die Pläne in einem noch weit unkonkreteren Stadium als der Autobahn-Ausbau selbst. Was wiederum zur Folge hat, dass die Befürworter einer möglichst optimierten Anbindung Solingens an das Bundesfernstraßennetz jetzt einmal mehr in die Offensive gehen. So kündigte der Fraktionschef der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS), Heinz Bender, am Dienstag beispeilsweise an, seine politischen Freunde in der Bezirksvertretung (BV) Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid würden schon am kommenden Montag in der BV-Sitzung eine entsprechende Anfrage in Richtung Verwaltung stellen.

Dabei ist der Ort dieses Vorstoßes keineswegs aus Zufall gewählt. Zum einen will die Stadt bei der Zusammenkunft der Bezirkspolitiker nämlich über den augenblicklichen Stand der Dinge in Sachen A 3-Ausbau informieren. Und zum anderen tagen die BV-Mitglieder im Verwaltungsgebäude Bonner Straße und damit mithin an einem regelrechten Hotspot der Verkehrsprobleme im Solinger Westen.

„Der Kreisverkehr Bonner Straße muss auf jeden Fall schnell kommen“, unterstrich Ratsherr Bender jetzt noch einmal eine alte Forderung, die in den Augen der BfS immer dringlicher wird. Der Grund: Kommt demnächst, wie vorgesehen, an der Viehbachtalstraße der neue Anschluss Scheuren, befürchtet die Bürgergemeinschaft – und nicht nur sie – den endgültigen Kollaps an der heutigen Kreuzung der Bonner Straße mit der Verbindung zur Stadtautobahn.

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Entsprechend deutlich sind die Ansagen, die seitens der BfS getätigt werden. Man bestehe darauf, dass der Kreisel Bonner Straße realisiert werde, machte Heinz Bender klar, der am Dienstag zudem zum wiederholten Male prognostizierte, selbst diese Maßnahme werde am Ende kaum ausreichen, um der Verkehrsprobleme in Ohligs sowie Aufderhöhe Herr zu werden.

Tatsächlich verlangen die BfS, aber auch die FDP und die CDU, wie deren Fraktionschef Carsten Voigt gestern ebenfalls bekräftigte, weiterhin den Fortbau der Viehbachtalstraße bis zum Kreuz Langenfeld und somit eine direkte Verbindung mit der A 3. Gleichwohl wurden von der früheren rot-grünen Landesregierung insoweit Fakten geschaffen, als dass dieses Projekt vor einigen Jahren aus dem Bundesverkehrswegeplan verschwand, der sämtliche überregionalen Straßenbauvorhaben bis 2030 beinhaltet.

NIcht gestrichen ist hingegen der Ausbau der A 3 zwischen Langenfeld und Hilden auf insgesamt acht Spuren. Hierfür werden derzeit durch den Landesbetrieb.NRW erste Vorplanungen in Angriff genommen. In diesem Zusammenhang ist unter anderem eine Überprüfung der Umweltverträglichkeit notwendig, weswegen im Frühjahr ein vorbereitendes Treffen aller Beteiligten, darunter die Stadt Solingen, stattgefunden hat.

Von Entscheidungen sind die Verantwortlichen aber noch recht weit entfernt, derweil beim „Vieh“-Anschluss Scheuren sowie beim Kreisel Bonner Straße Bewegung in die Angelegenheiten kommt. Wie eine Sprecherin der Stadt am Dienstag mitteilte, hat ein Ingenieurbüro vor der Sommerpause mit den Planungen für Scheuren begonnen. Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen. Und für den Kreisel sollen demnächst noch einmal alte Entwürfe überprüft werden.

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