Solingen: Kreative Ideen für das alte Rasspe-Gelände

Kohlfurth : Kreative Ideen für das alte Rasspe-Gelände

Wirtschaftsförderung bot im Technologiezentrum neue Form der Bürgerbeteiligung zu Stöcken 17 an.

(red) „Weg 2“ nennt die Stadt Solingen die neu eingeführte Form der Bürgerbeteiligung. Anders als im formellen Verfahren, wurden am Dienstagabend, nach der Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan in der vergangenen Woche, in Kreativ-Workshops mit Bürgern nun erstmals auch weitergehende Planungs- und vor allem Umsetzungsideen für das ehemalige Rasspe-Gelände gesammelt. Und diese Ideen zu Stöcken 17, so die Adresse der alten Industriebrache, können sich durchaus sehen lassen, erklärt die Wirtschaftsförderung.

Der eine Workshop-Teil gab den Anwohnern Gelegenheit, ihre Ideen einzubringen, der andere Teil legte den Schwerpunkt auf die inhaltliche Zukunftsausrichtung. „Wir nehmen die Beteiligung unserer Bürger sehr ernst. Denn es geht um die Zukunft unserer Wirtschaft“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach zu Beginn des Workshops.

Zahlreiche Gedanken sprudelten aus den rund 60 Besuchern der beiden Kreativ-Workshops im Gründer- und Technologiezentrum nur so hervor – von der möglichen Teilintegration von Wohnnutzungen über ein Digitalmuseum als möglicher Zwischennutzung bis hin zu elektromobilen Ansätzen einer Korkenziehertrasse 2.0 sowie die Ansiedlung universitärer Einrichtungen. Teils wurde auch kontrovers diskutiert. Während sich die einen auf Stöcken 17 quasi einen eigenen Stadtteil wünschen, plädierten andere dafür, das Thema Wohnen in der Innenstadt zu belassen. Fragen zur Verkehrssituation und zur Mobilität wurden in beiden Workshops ebenfalls diskutiert. Die Wiederbelebung der alten Linie 5 der Barmer Bergbahn, die einst die Kohlfurth mit Solingen-Mitte verband, als neu zu gestaltender Rad- und Fußweg, war in diesem Zusammenhang eines der eher naheliegenden Highlights.

Ferner ging es um ökologische Themen, beispielsweise um die Frage, wie man es hinbekommt, die Natur um das Gelände herumzuführen und wie es gelingen kann, aus Stöcken 17 ein klimaneutrales Gewerbegebiet zu machen. Noch aber fehle Stöcken 17 natürlicherweise in dieser frühen Phase des Werdens „die eigentliche Seele der inhaltlichen Ausrichtung des zu reaktivierenden Gewerbegebietes“, so Wirtschaftsförderer Frank Balkenhol.

Noch bis zum 29. März können Bürger ihre Anregungen, Vorschläge und Ideen im Rahmen der formellen Bürgerbeteiligung bei den Stadtplanern einreichen.

(red)