Solingen: Ittertal-Initiative gewinnt Heino als Unterstützer

Freizeitpark Ittertal : Ittertal-Initiative gewinnt Heino als Unterstützer

Der Sänger hat die inzwischen geschlossene Anlage 2014 besucht und will mit einer Videobotschaft an seine Fans für deren Rettung werben.

Die Bürgerinitiative, die sich der Rettung des historischen Freizeitparks Ittertal verschrieben hat, erhält für ihr Projekt prominente Unterstützung: Sänger Heino hatte 2014 gemeinsam mit seiner Frau Hannelore den Freizeitpark besucht und kennt dessen Betreiber Bruno Schmelter persönlich. Ein Kontakt, den „die Itterthaler“, wie sich die Inititative im Internet nennt, nun zunutze machen will.

„Wir haben uns beim NRW-Heimatministerium ja schon um Fördermittel bemüht, für das Heino auch als Heimatbotschafter tätig ist“, berichtet Michael Willemse von den „Itterthalern“. „Da dachten wir uns, dass wir ihn auch um Unterstützung bei der Rettung des Parks bitten könnten.“ Über sein Büro ließ Heino bereits ausrichten, dass er eine Videobotschaft an seine Fans senden wolle, in der er für die Rettung des Freizeitparks wirbt. Produziert sei diese aber noch nicht, so Willemse.

Das Beispiel zeigt, dass die Solinger alle Register ziehen, um ihr Ziel zu erreichen, den seit einem Jahr geschlossenen Freizeitpark doch noch vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Hatte sich der Kreis der Unterstützer zunächst über Facebook formiert, wollen die Ehrenamtlichen als nächsten Schritt einen gemeinnützigen Verein gründen. Ein Treffen für Interessierte, die sich aktiv oder passiv für den Park einsetzen möchten, ist für Samstag, 23. November, ab 15 Uhr im Freizeitpark Ittertal geplant.

„Als Verein hätten wir noch einmal andere Möglichkeiten, Fördermittel des Landes in Anspruch zu nehmen“, hofft Willemse. Schon rund 50 Mitstreiter hätten Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet. Die Jahresgebühr für die Mitgliedschaft sei noch nicht genau festgelegt, soll aber wohl zwischen 30 und 40 Euro liegen. „Bei einer aktiven Mitgliedschaft wäre es natürlich wünschenswert, dass die Mitglieder auch im Park Hand anlegen, ihn also beispielsweise reinigen oder Unkraut jäten. Natürlich freuen wir uns auch über finanzielle Unterstützung – etwa durch Sponsoren.“

Denn die „Itterthaler“ halten an ihren Plänen fest, den Park selbst zu kaufen, zumal laut Betreiber Bruno Schmelter zurzeit auch kein ernsthafter Kaufinteressent in Sicht ist. Aktuell ermittelt die Gutachterin Nicole Molinari den Wert der auf dem Gelände befindlichen Gebäude. Wenn alle Zahlen vollständig auf dem Tisch liegen, wolle der Verein Bruno Schmelter ein konkretes Kaufangebot machen. Er und seine Tochter haben in Gebäuden auf dem Gelände noch ihre Wohnungen.

„Herr Schmelter hat sich bislang sehr kooperativ gezeigt und die Bereitschaft signalisiert, seine Wohnung dort aufzugeben, wenn es wieder zu einem Freizeitparkbetrieb kommen sollte“, lobt Molinari. Den größten Handlungsbedarf sieht sie an der ehemaligen Bayernhalle etwa im Hinblick auf Abdichtungsarbeiten oder die Wartung der elektronischen Anlagen. „Da müsste einiges gemacht werden.“

www.freizeitpark-ittertal.de

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