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Solingen: IT-Übergangsplan für Schulen

Digitale Ausstattung in der Corona-Krise : IT-Übergangsplan für zwei Schulen in Solingen

Die Stadt Solingen sieht die weiterführenden Schulen im Stadtgebiet für einen möglichen Wechsel zum sogenannten Hybridunterricht gut gerüstet.

So seien von den 15 für das „Solinger Modell“ infrage kommenden Schulen inzwischen 13 mit schnellem Internet in Form von Glasfaseranbindungen in den gesamten Gebäuden ausgerüstet und könnten demzufolge auf einen in Präsenz- und Distanzunterricht getrennten Schulbetrieb umsteigen, hat eine Rathaus-Sprecherin jetzt auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt.

Allerdings gilt das eben nicht für alle Schulen. So zeigten sich in der vergangenen Woche ausgerechnet an der Alexander-Coppel-Schule beim ersten Versuch eines Hybridunterrichts in der augenblicklichen Corona-Krise gewisse technische Schwächen. Beispielsweise gab es nach der Beobachtung von Lehrern sowohl mit den Serverleistungen als auch mit dem schulinternen WLAN noch Schwierigkeiten, die laut Stadt nun aber zügig behoben werden sollen.

„Es ist in den zuständigen Arbeitsgruppen mittlerweile eine Übergangslösung gefunden worden“, sagte die Stadtsprecherin, die am Dienstag für die nähere Zukunft darüber hinaus eine dauerhafte technische Regelung in Aussicht stellte. So sollen die Alexander-Coppel-Gesamtschule an der Wupperstraße in Mitte sowie die ebenfalls noch nicht in Gänze ausgerüstete Albert-Schweitzer-Realschule in Weyer innerhalb der kommenden vier Monate ebenfalls vollständig mit Glasfaser-Internet bis in die einzelnen Klassenräume ausgestattet werden.

Eine gute IT-Infrastruktur ist eine Hauptvoraussetzung für das Gelingen eines getrennten Unterrichts in Klassen beziehungsweise Kursen. Dabei folgen die Schülerinnen und Schüler jeweils von zu Hause aus dem Unterricht, derweil die anderen 50 Prozent ihrer Klassenkameraden wie gewohnt in die Schule kommen.

Die Coppel-Schule hatte diese Form des Hybridunterrichts in der zurückliegenden Woche an insgesamt drei Tagen erstmals unter Alltagsbedingungen erprobt. Dabei zeigten sich die Verantwortlichen anschließend vor allem in Bezug auf die pädagogische Qualität des erteilten Unterrichts durchaus überzeugt, hatten aber parallel noch einige Verbesserungen auf technischem Gebiet angemahnt.

In dieser Woche ist die Alexander-Coppel-Schule zunächst einmal zu einem sogenannten Kohortenunterricht übergegangen. Dies bedeutet im Fall der Coppel-Schule, dass die an Gesamtschulen üblichen Gruppen aufgelöst werden und die Schüler dem Unterricht fortan in ihren Klassenverbänden folgen. Der Vorteil besteht darin, dass es keine Überschneidungen im Schulalltag gibt. Negativ zu Buche schlägt indes, dass eine Berücksichtigung der individuellen Leistungsstärken nur noch bedingt möglich ist.