Solingen: Hilfe für Brandopfer in Birkendahl

Solinger Familie fängt bei null an : Hilfe für Brandopfer in Birkendahl

Die Ursache für das Feuer, das in der Nacht auf Silvester ein Wohnhaus komplett zerstörte, konnte nicht festgestellt werden. Die betroffene Familie möchte an alter Stelle neu bauen.

„Es war das Paradies auf Erden“, sagt Siegfried Schmidt (Name von der Redaktion geändert). Ein Paradies am Rand von Aufderhöhe, mitten im Grünen – aber ohne Hydranten. Deshalb hatte die Feuerwehr keine Chance, als das Gebäudeensemble an der schmalen Straße Birkendahl in den frühen Morgenstunden des 31. Dezembers in Brand geriet. Das angrenzende Wäldchen und das Nachbarhaus konnten geschützt werden, aber vom Doppelhaus selbst blieb nur die Ruine.

Knapp zwei Wochen nach dem Feuer steht die betroffene Familie immer noch „unter Strom“ – erfährt aber auch große Hilfe von allen Seiten. „Alle meinen es gut mit uns“, bedankt sich Schmidt, der mit seinem Sohn und zwei Töchtern in einem der zwei Teile des Gebäudes lebte. Der Sohn war mit drei Freunden allein zu Haus, als der Brand ausbrach. Was genau ihn auslöste, wird wegen der großen Zerstörungen wohl ungeklärt bleiben.

Klar ist, dass die Familie wieder bei null anfängt. „Wir müssen sehen, dass wir das Beste daraus machen, auch wenn sich die Bearbeitung durch die Versicherung womöglich lange hinziehen wird“, kommentiert der Vater, der auf eine zügige Regulierung des Schadens hofft. Sämtliche Unterlagen sind verbrannt, wie alles andere auch. Aber es geht voran: „Wir wurden reichlich mit Kleiderspenden unterstützt; auch sind bereits Geldspenden gesammelt worden“, erzählt er.

Nachdem die Familie zunächst bei Verwandten untergekommen war, wurde von dort aus durch Vermittlung von Bekannten nun eine kleine Wohnung gefunden. Geschlafen wird zurzeit auf Matratzen auf dem Fußboden. Aber es geht jeden Tag weiter, einhergehend mit Dutzenden von Telefonaten und Mails. „Das ist wie beim Stehaufmännchen. Was bleibt anderes übrig?“ Schmidt würde gerne weiter an alter Stelle wohnen, wo er damals den Anbau ans Haus seiner Eltern setzte. Zunächst gibt es aber Dringlicheres: „Ich muss auf dem Grundstück noch Verbotsschilder aufstellen.“