Solingen. Haus der Jugend komplett saniert und ausgebaut.

Millioneninvestitionen : Haus der Jugend von Grund auf saniert

3,5 Millionen Euro kostete die Modernisierung. Am 17. Mai ist die Eröffnung, am 11. Mai gibt es bereits ein Konzert.

Das Haus der Jugend an der Dorper Straße in der Innenstadt wurde in den vergangenen knapp zwei Jahren von Grund auf saniert und ausgebaut. Gleichwohl lag die Jugendarbeit deswegen nicht brach. Gleich nebenan, im ehemaligen Finanzamtsgebäude, „konnte die Jugendarbeit fortgeführt werden“, sagt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Das Hauses der Jugend ist laut Hoferichter „ein stabiler und wichtiger Baustein für die Jugendarbeit“ in der Stadt. Im Rahmen des integrierten Entwicklungskonzeptes Projektes City 2013 konnten die Modernisierung des Hauses für insgesamt rund 3,5 Millionen Euro realisiert werden. „80 Prozent der Kosten übernimmt das Land NRW“, freut sich Hartmut Hoferichter.

Kommenden Freitag, 17. Mai, wird das neue Haus der Jugend mit einer Feier und Party wieder eröffnet. „Dann können wir wieder richtig Gas geben“, sagt Stefan Ermertz vom Haus der Jugend mit Blick auf die Angebote für Kinder und Jugendliche, „wir können uns mehr öffnen und intensiver arbeiten“. Auch die Jugendförderung wird ins Haus an der Dorper Straße einziehen: „Das Haus ist ein Leuchtturm für Solingen in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit“, sagt Jürgen Bürger.

Im Außenbereich sind Bauarbeiter noch unermüdlich dabei, restliche Arbeiten zu erledigen. Auch im Innern des Gebäudes ist bis nächste Woche noch einiges zu tun. „Das Gebäude wurde von Grund auf saniert, wir haben alle Flächen angepackt“, betont Martin Wagner vom städtischen Gebäudemanagement. Neue Toiletten wurden eingebaut, die Außenfassade gedämmt, zudem ist ein Balkon angelegt worden. Das komplette Dachgeschoss wurde ausgebaut. Hier befinden sich nun auch Seminarräume. Die Spielanlage Maltesergrund kann künftig direkt vom Haus der Jugend aus errreicht werden. Modernisiert wurde auch der Veranstaltungssaal in dem Haus aus der Mitte der 1950er Jahre. Für Jürgen Bürger mit ein Highlight: „Hier können wir jetzt viel intensiver Jugendkulturarbeit anbieten. Das belebt auch die City.“

Das Haus der Jugend bietet grundsätzlich von montags bis freitags einen offenen Kinder- und Jugendbereich. In der Zeit von 12 bis 17.30 Uhr sind es Kinder, die an die Dorper Straße kommen. Denen wird neben diversen Spielangeboten auch eine Übermittagbetreuung angeboten. Für Jugendliche steht das Haus dienstags und donnerstags von 17 bis 21 Uhr, freitags von 18 bis 22 Uhr offen. „Projektgruppen des Jugendstadtrates werden ebenfalls öfter hier im Haus tagen“, sagt Stefan Ermertz. Neu sei eine Kooperation mit dem Software-Entwickler Codecentric. „Die Jugendlichen können beispielsweise Programmieren lernen oder eine Spielekonsole herstellen“, so Ermertz.

Platz bietet das Haus aber nach der Sanierung auch für Tagungen beispielsweise der Bezirksvertretung Mitte oder den Jugendhilfeausschuss. Durchschnittlich 30 bis 40 Kinder und Jugendlichen besuchen das Haus der Jugend während der Öffnungszeiten. Ein internationales Workcamp inklusive Übernachtung wird im Juli stattfinden.

Vor der Eröffnung des Hauses am Freitag nächster Woche mit „buntem Programm“ und einer anschließenden Party für die Jugendlichen wird im frisch renovierten Haus aber bereits ein Konzert veranstaltet – und zwar am Samstag, 11. Mai, ab 19.30 Uhr, das „Loundnesswar.Festival“. Lautstark aufspielen wollen hier die Bands „Gewalt“ aus Berlin, „Fabian“ aus Leipzig, das „Peter Muffin Trio“ aus Stuttgart und „Lyschko“ aus Solingen. Der Eintritt kostet fünf Euro, Einlass ist ab 19 Uhr.

Mehr von RP ONLINE