Solingen: Haltestellen für Reisebusse am Galileum geplant

Sternwarte: Zusätzliche Parkplätze am Galileum

Die Stadtverwaltung legt im Vorfeld der Sitzung der Bezirksvertretung ein überarbeitetes Verkehrskonzept vor.

Der Bau der neuen Sternwarte mit angeschlossenem Planetarium macht immer weitere Fortschritte. Anfang April, so die Planung, treffen sich die Mitglieder der Walter-Horn-Gesellschaft zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung, die zum ersten Mal in dem neuen Domizil am Walter-Horn-Weg stattfinden soll. „In diesem Rahmen wird dann die zukünftige Betreibergesellschaft aus der Taufe gehoben“, schilderte jüngst der Geschäftsführer der Walter Horn-Gesellschaft, Dr. Frank Lungenstraß, mit Blick auf das Galileum im ehemaligen Kugelgasbehälter in Ohligs.

Derweil der Eröffnungstermin 5. Juli immer näher rückt, hat die Stadt Solingen am Mittwoch nun zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid ein überarbeitetes Verkehrskonzept für das Galileum vorgelegt. Damit, so Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, soll sichergestellt werden, dass die Besucher das neue Planetarium gut erreichen können. Zuletzt waren vor allem aus den Reihen der Bezirksvertretung Bedenken formuliert worden, weil zu wenige Parkplätze zur Verfügung stünden und außerdem keine Busse ins Quartier Hans-/beziehungsweise Tunnelstraße fahren könnten.

Um den verstärkten Busverkehr aufzufangen, wird an der Hansa­straße auf Höhe des Wendehammers an der Tunnelstraße eine zusätzliche Haltestelle für Reisebusse eingerichtet. Auch auf der Bahnstraße wird eine Haltestelle für Reisebusse ausgewiesen. Auf einem freien Gelände der Wirtschaftsförderung an der Hansastraße finden die Busse eine Wende- und Standmöglichkeit. Ohnehin plant das Galileum im künftigen Regelbetrieb insbesondere vormittags Veranstaltungen für Kindergartengruppen und Schulklassen, die überwiegend mit dem ÖPNV oder aber mit Reisebussen ankommen werden. Da das Planetarium maximal 85 Sitzplätze vorhält, ist in der Regel lediglich mit maximal zwei Bussen gleichzeitig zu rechnen.

Für die Nachmittage und Abende wird erwartet, dass der größte Teil der Besucher (70 Prozent) mit dem Pkw zum Galileum anreist. Dort stehen aber nur neun Parkplätze, am Stichweg Hansastraße acht Parkplätze zur Verfügung. „Besucher müssen sich deshalb freie Plätze entlang der Tunnelstraße suchen“, teilt die Verwaltung mit. Allein auf der Tunnelstraße seien es nach Abzug des Bedarfs von Anwohnern rund 40 Plätze für Besucher des Galileums. „Wir sind auf die Parkplatz-Nachfrage vorbereitet“, sagt deshalb Stadtdirektor und Planungsdezernent Hartmut Hoferichter. Überdies plant die Stadt auch noch mit einer Reservefläche – ein Grundstück der Wirtschaftsförderung an der Hansastraße kann bei erhöhtem Parkdruck als Stellfläche für Pkw genutzt werden. Hoferichter: „Dafür werden entsprechende Vorbereitungen getroffen.“ Außerdem gebe es noch ein Parkhaus an der Bahnstraße

Grundsätzlich empfiehlt es sich allerdings, mit Bus oder Bahn zum Galileum anzureisen, zumal der Fußweg vom nahe gelegenen Bus- und Hauptbahnhof nur wenige Minuten dauert. Für den Stadtdirektor ist klar: „Das Galileum wird gut zu erreichen sein.“

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