Solingen: Geschenke für Neubürger - Zöppken und Gutscheine

Willkommenspakete : Neu-Solinger erhalten kleine Geschenke

Die Klingenstadt zählt aktuell 163.019 Einwohner – Tendenz weiter steigend. Jeder Neu-Solinger bekommt bei der Anmeldung als Willkommensgruß einige Aufmerksamkeiten von der Stadtverwaltung überreicht.

Neubürger liegen der Stadtverwaltung besonders am Herzen. Diese werden zwar nicht mit Geschenken überhäuft. Bei der Anmeldung in den Bürgerbüros bekommen Neu-Solinger gleichwohl neu konfektionierte Pakete mit kleinen Aufmerksamkeiten überreicht. Die reichen von einer Baumwolltasche mit dem Aufdruck „Mensch, willkommen in Solingen“ über ein Zöppken und einem Veranstaltungskalender bis zu einem Magnet-Set mit sechs unterschiedlichen städtischen Motiven – unter anderem Schloss Burg und Müngstener Brücke. Darüber hinaus gibt es eine Imagebroschüre, eine Grußkarte des Oberbürgermeisters und ein Gutscheinheft zu Kunst, Kultur und Freizeit in der Stadt. „Wir sind wieder eine wachsende Stadt“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach bei der Vorstellung der Willkommenspakete für Neubürger im Rathaus.

Die Willkommenskultur in Solingen nachhaltig zu entwickeln, das war dem Verwaltungschef bei seinem Amtseintritt vor knapp vier Jahren unter anderem ein wichtiges Anliegen. Der Stadt mehr Mut und mehr Selbstbewusstsein zu verleihen ebenfalls. „Im vergangenen Jahr zogen rund 7000 Personen neu nach Solingen. Einwohnerwachstum ist ein zentraler Punkt für eine Stadt“, sagte Kurzbach. Unter dem Strich bleib davon ein Zuwachs von etwa 1500 Personen. „Aktuell hat Solingen eine Einwohnerzahl von 163.019“, berichtet der Leiter des Stadtdienstes Einwohnerwesen, Dirk May. „Tendenz weiter steigend“. 2011 zählte Solingen lediglich 158.469 Einwohner.

Während die Stadt-Sparkasse das Zöppken für Neubürger sponsert, beteiligen sich die Stadtwerke mit ihrem „Schutzengel Plus“-Produkt, das, vergleichbar mit einem Pannenservice fürs Auto, mit einem 24-Stunden-Service für längere Freude an Elektrogeräten sorgt. „Wir begrüßen die Initiative der Stadt. Solingen ist von Vielfalt und Lebendigkeit geprägt“, sagte Sparkassen-Chef Stefan Grunwald, der seit sechseinhalb Jahren in der Klingenstadt ist. Aber Solingen sei auch von „Gemeinschaft und Gemeinwohl“ geprägt, so die Erfahrungen von Grunwald. Das müsse man transportieren – „nicht nur mit dem Begrüßungspaket, sondern auch in Gesprächen.“

Eine Einschätzung, die auch die Leiterinnen des Rheinischen Industriemuseums, Nicole Scheda, und des Deutschen Klingenmuseums, Dr. Isabell Immel, sowie die stellvertrende Leiterin des Kunstmuseums, Gisela Ellbracht-Iglhaut, nur unterstützen können. „Die Stadt atmet, das ist wichtig“, meinte Scheda. „Für Leute, die nach Solingen kommen, ist auch ein Kulturangebot wichtig“, ergänzte Ellbracht-Iglhaut. „Solingen, die Messer-Stadt – dieses Thema ist bei den Neubürgern ganz schnell drin“, sagte Isabell Immel.

Die neuen Willkommenspakete beziehungsweise Beutel – in diesem Sommer soll noch eins für neugeborene Babys folgen – werden insbesondere in den drei Bürgerbüros in der Stadtmitte, an der Gasstraße und in Ohligs verteilt. Immer dann, wenn sich Menschen neu in Solingen anmelden. Das macht Sinn: „Wir haben jährlich über 100.000 Kundenkontakte“, erklärte Stadtdienstleiter Dirk May.

Neu nach Solingen zu ziehen, das lohnt sich allemal. Davon ist Oberbürgermeister Tim Kurzbach überzeugt. Denn die Stadt wächst nicht nur bei der Einwohnerzahl. „Es wird neu gebaut, wir investieren in Bildung und Digitalisierung, wir bauen weiter neue Kindertagesstätten“, sagte der Verwaltungschef.

Unter „Mensch, entdecke Solingen“ haben Neu-Bürger jedenfalls einige Möglichkeiten, die Stadt kennenzulernen. In diesem Heft enthalten sind Gutscheine beziehungsweise Ermäßigungen für unterschiedlichste Einrichtungen im Stadtgebiet.