Solingen:Gemeinschaft im Coworking Space

Coworking Space Solingen : Gemeinschaft im Coworking Space

Auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums sind mehr als 90 innovative Menschen im sogenannten „Coworking Space Solingen“ unterwegs. Gründungsinteressierte können sich am Donnerstag informieren.

Klassische Büros sind im Haus 4 auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums (GuT) am Grünewald eher selten. „Wir bieten mehr als Büros. Jeder, der will, mietet sich bei uns einen Arbeitsplatz an“, sagt Sven Anders Wagner. Er ist Prokurist des GuT und zudem zuständig für das Projekt Coworking Space Solingen.

Darunter versteht man eine Anlaufstelle für Startups und junge Unternehmen. „Der Coworking Space“, so Wagner, „bietet zum einen Gemeinschaft und fördert zum anderen den Austausch untereinander“. Dafür ist beispielsweise ein offener Bereich im Haus 4 gestaltet, in dem sich die jungen Unternehmer oder Freiberufler treffen. Marketing, Vertrieb, Architektur, klassische Unternehmen, Designerinnen, Videoproducer – die Vielfalt der Berufe und Unternehmungen im Coworking Space ist breit gefächert. „Wir haben im Haus 4 zurzeit auf zwei Etagen eine Fläche von 700 Quadratmetern zur Verfügung“, sagt Sven Andres Wagner. Option sei, auf 1000 Quadratmeter zu erweitern. „Das wird im jahr 2020 kommen“, ergänzt der Prokurist mit Blick auf die dritte Etage von Haus 4.

Insgesamt 93 Menschen arbeiten derzeit im Coworking Space Solingen – in Teams oder aber alleine. Innovative Startups mit mehren Personen sind darunter, aber auch Einzelkämpfer. Letztere profitieren wie alle anderen von der Vielfalt unter einem Dach. „Ein hat sich ein großes Netzwerk gebildet. Jeder kennt jeden, jeder hilft jeden“, freut sich Wagner.

Der Coworking Space Solingen ging im März 2016 an den Start. Zunächst in Haus 1 auf 150 Quadratmetern. 2017 folgte schließlich der Umzug ins Haus 4. „Es war sehr wichtig, dass wir dieses Haus zunächst modernisiert haben und dafür sorgten, dass beispielsweise schnelles Internet vorhanden ist“, sagt Sven Anders Wagner. Der Unterschied zu den Räumen beziehungsweise Mietern im herkömmlichen Gründer- und Technologiezentrum liegt darin, dass dort keine große Vernetzung unter den Mietern vorhanden ist. „Der Coworking Space ist eine Plattform für innovative Freelancer, die kein Büro, sondern einen Arbeitsplatz brauchen“, betont Wagner

Gemeinsam arbeiten bedeutet aber auch gemeinsam feiern. So lädt die Coworkit-Community am morgigen Donnerstag, 18. Juli, ab 9 Uhr, zum ersten Sommerfest rund um Haus 4 auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums ein. In lockerer Runde bei offenen Türen können sich hier alle interessierten über das Konzept. Beim sogenannten „Lunch Networking“ stellen sich auch die Verantwortlichen um den Geschäftsführer des GuT sowie der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol, vor. Und eben Sven Anders Wagner: „Der Space steht immer und jeden offen, der sich für das Thema Gründung, Selbstständigkeit oder auch 3D-Druck interessiert“, sagen Wagner und Startup-Manager Phil Derichs. Monatlich würden zudem Stammtische, Sprechstunden und Workshops veranstaltet.

Eine Auswahl von Foodtrucks wird am Donnerstag ab 12 Uhr vor Ort sein, während des Festes stellen sich auch neue Startups vor. Phil Derichs: „Unser Ziel ist es, so viele kreative Ideen und Menschen wie möglich zusammen zu bringen, um Synergien und Kooperationen im Bergischen Land zu fördern.“ Das spiegele sich auch im „Mittelstand meets Startup“-Programm wider.

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