Solingen: Friederike Stratmann geht in den Ruhestand

Solingen : 35 Jahre für die Diakonie – Friederike Stratmann wird verabschiedet

Die langjährige Geschäftsführerin des Diakonischen Werks (DW) in Solingen, Friederike Stratmann, wird am heutigen Dienstag, 10. Dezember, in den Ruhestand verabschiedet.

Superintendentin Dr. Ilka Werner und der Solinger Diakoniepfarrer Joachim Römelt werden sie ab 17 Uhr mit einer Andacht und anschließendem Empfang in der Evangelischen Stadtkirche Mitte feierlich verabschieden und von ihren Aufgaben entpflichten. „Friederike Stratmann hat in 35 Berufsjahren für das Diakonische Werk unseres Kirchenkreises viel geleistet“, würdigt Superintendentin Werner die scheidende Geschäftsführerin: „Die Entscheidungsträger der Stadt Solingen schätzen sie genauso wie die Kollegen der anderen Wohlfahrtsverbände und unsere eigenen Gremien als kompetente und verlässliche Ansprechpartnerin mit klarem Blick für die Nöte und Probleme der Menschen in unserer Stadt.“

Auch die Mitarbeitenden im Haus der Evangelischen Kirche, dem Solinger Sitz der Diakonie an der Kasernenstraße, kämen mit ihrer Chefin gut zurecht, betont Werner: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben dem DW auch wegen ihres kollegialen Leitungsstils lange und gern verbunden.“

Die 63-jährige Friederike Stratmann hat ihr gesamtes Berufsleben beim Diakonischen Werk in Solingen verbracht: Bereits 1976 arbeitete sie hier als Praktikantin. Nach ihrem Studium trat sie 1982 in den hauptamtlichen Dienst an der Kasernenstraße. Die Diplomsozialarbeiterin und Familientherapeutin baute dort die Evangelische Beratungsstelle für Lebens-, Paar- und Erziehungsberatung auf. 1990 wurde sie mit deren Leitung beauftragt. Ab Mitte der 1990er Jahre entwickelte und leitete sie zusätzlich das Evangelische Familienhilfezentrum mit seinen Angeboten zur Flexiblen Erziehungshilfe vor allem für den Sozialraum Solingen-Mitte. Ab 2005 teilte sie sich dann als Leiterin des Fachbereichs II die Geschäftsführung des Diakonischen Werks mit Horst Koss, der bereits im März dieses Jahres in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Neben Beratungsstelle und Familienhilfezentrum gehörten zu ihrem Verantwortungsbereich auch die evangelischen Angebote im offenen Ganztag und die beiden Kindertagesstätten der Diakonie. In den letzten drei Jahren integrierte Stratmann schließlich noch die Trägerschaft für 14 weitere evangelische Kindertagesstätten in das Diakonische Werk, die vorher von den einzelnen Kirchengemeinden getragen und verwaltet wurden.

Als langjährige Leiterin von Beratungsstelle und diakonischer Familienhilfe hatte Friederike Stratmann in der Klingenstadt besonders die Nöte von belasteten Menschen und Familien mit Problemen im Blick. In den Gremien der Stadt erhob sie in deren Sinne immer mahnend ihre Stimme: Bei aller notwendiger Anstrengung zur Haushaltskonsolidierung in einer armen Stadt wie Solingen dürften Einsparungen nicht auf Kosten der Ärmsten in der Stadtgesellschaft gehen.

Stratmanns Antwort auf die Frage, was das Diakonische Werk nach ihrem Ausscheiden brauche: „Es kommt nicht darauf an, was das Diakonische Werk braucht, es kommt darauf an, was die Menschen in dieser Stadt brauchen.“

(red)