Solingen: Freie Fahrt in Unterburg ist bis zum 12.Januar 2020

Freie Fahrt in Unterburg ist bis zum 12.Januar 2020 : Ampel regelt den Verkehr in Unterburg

Von Freitagnachmittag, 20. Dezember, bis einschließlich 12. Januar ist die Ortsdurchfahrt in Unterburg wieder passierbar. Die Bauarbeiter legen eine Weihnachtspause ein.

Die neue Decke ist noch nicht auf der Fahrbahn. Wohl aber Tragschicht und Binder. Von daher kann die Eschbachstraße wie geplant vorübergehend freigegeben werden. „Der erste Teilabschnitt der Straßenbauarbeiten ist soweit hergestellt, dass er befahren werden kann“, sagt Stadtsprecherin Sabine Rische. Die Ortsdurchfahrt in Unterburg wird von Freitagnachmittag, 20. Dezember, bis einschließlich Sonntag, 12. Januar, für den Verkehr geöffnet. Während der Weihnachtsferien wird der Verkehr in der Engstelle wieder jeweils einspurig durch deine Ampel geregelt.

Was auch in Zukunft der Fall sein wird, wenn die umfangreichen Bauarbeiten voraussichtlich Ende Februar nächsten Jahres erledigt sind und die Vollsperrung aufgehoben werden kann. Wegen der Straßenbauarbeiten in der Ortsmitte ist die Eschbachstraße in Unterburg bereits seit Ende September voll gesperrt. Die Fahrbahn und zum Teil auch der Unterbau werden komplett erneuert, Fußgänger erhalten dort, wo es möglich ist, mehr Raum.

Parallel zu den städtischen Straßenbauarbeiten ist der Wupperverband weiter vor Ort, um den Hochwasserschutz des Eschbachs zu verbessern. Hier läuft jetzt der letzte Bauabschnitt des Projektes, und zwar ab der Brücke Mühlendamm flussaufwärts rund 300 Meter entlang der Eschbachstraße.

Ufermauern werden auf östlicher Seite neu errichtet, die westlichen Ufermauern bekommen eine neue Verkleidung. „Zudem werden auf dem letzten Teilstück fünf kleinere Brücken als Zugang zu Wohnhäusern neu gebaut. Auch für dieses Projekt in Unterburg ist ein Ende in Sicht: Läuft weiter alles nach Plan, können die Hochwasserschutzarbeiten im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden. Der Eschbach wird dann auf einer Gesamtlänge von 540 Metern zum Teil bis zu 1,60 Meter tiefer gelegt sein, acht neue Brücken sind bis dahin entstanden und Ufermauern neu angelegt worden.

Abgesehen von der jetzt anstehenden Weihnachtspause müssen die Unterburger, aber auch die Touristen noch einige Wochen die Belastungen durch Bauarbeiten erdulden. Zumal auch auf einem Teilstück der Burger Landstraße eine Ampel aufgestellt und nur eine einspurige Verkehrsführung möglich ist. Auch hier wird gebaut. „Alles führt aber zu deutlichen Verbesserungen im Stadtteil“, erklärt Stadtteilmanagerin Bettina Gringel.

Aber es tut sich noch mehr. „So haben sich bereits mehrere Eigentümer aus Ober- und Unterburg gemeldet, die sich für das Hof- und Fassadenprogramm interessieren und mit Hilfe von Fördermitteln das Aussehen ihrer Häuser verbessern wollen“, berichtet sie.

Die Stadtteilmanagerin freut sich aber auch über neue Angebote in Unterburg – trotz Bauarbeiten. So habe etwa das Restaurant Rittershaus eröffnet. Und im Café Meyer werde derzeit umgebaut. Eine Terrasse mit verschiebbaren Glaselementen solle den Gästen zukünftig noch mehr Komfort bieten. An der Eschbachstraße ist überdies der Kiosk geöffnet. Tamy‘s Hundecafe habe mit großem Erfolg zum Adventsbasar eingeladen und plane nun weitere besondere Aktionen im kommenden Jahr.

Zunächst wird in Unterburg aber Weihnachten gefeiert. Die freie Fahrt durch den Ortskern bedeutet auch eine Erleichterung für Menschen, die mit dem Bus unterwegs sind. Der Shuttlebus der Linie 689 von Höhrath über Oberburg fährt nun bis zur ehemaligen Drehtscheibe an der Wupperbrücke in Unterburg. Damit schließt er direkt an die Linie 683 an, die von dort bis zur Krahenhöhe fährt und dort den Anschluss an die Obus-Linie 683 schafft.

Ausgebremst wird der Shuttlebus aus Oberburg allerdings durch geplante Baumfällarbeiten auf der Burgholzstraße und einer damit verbundenen Straßensperrung. Diese soll am 11. Januar erfolgen, eventuelle Restarbeiten werden am 12. Januar erledigt. „Rund 200 Bäume und Sträucher müssen hier entfernt werden“, sagt Bernd Krebs (CDU) im Anschluss an eine Sitzung des Naturschutzbeirates. Zum Teil seien die Bäume krank, zum Teil bilden sie durch die Hanglage eine Gefahr. „Uns wurde von Förster Walter Wiesmann vom Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft ausführlich und anschaulich erklärt, warum die Bäume und Sträucher wegmüssen. Es muss eine klassische Durchforstung stattfinden“, sagt Krebs. Immerhin werden die Hänge neu bepflanzt – unter anderem mit insektenfreundlichen Sträuchern.

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