Solingen: Förderung für die Nordstadt läuft nun aus

Solinger Nordstadt : Millionen in die Nordstadt investiert

Seit 2007 flossen reichlich Fördergelder, um die Solinger Nordstadt aufzuwerten - insgesamt 14 Millionen Euro vom Land NRW, überdies drei Millionen Euro aus der Verkehrsfinanzierung. Die Förderung ist jetzt ausgelaufen.

Der Umbau der Grundschule Scheidter Straße und der Einbau eines Aufzugs im Innenhof des Theater und Konzerthauses sowie die dortige Umfeldverbesserung gehörten in den vergangenen Jahren zu den vielfältigen Projekten, die im Rahmen von „Soziale Stadt Nordstadt“ umgesetzt worden sind. Überdies der Umbau der Konrad-Adenauer-Straße von den Clemens-Galerien bis zum Theater – die trennende Wirkung der Hauptverkehrsachse gehört der Vergangenheit an. Verschwunden ist auch der bei Theatergästen ungeliebte Weg durch den Tunnel unter der Konrad-Adenauer-Straße. Stattdessen wurde ein zusätzlicher oberirdischer Überweg mit Ampel in Höhe des Theaters angelegt.

Auch die Sanierung des Mehrgenerationenhauses, der Umbau des Rollhauses, die Aufwertung der Vorspeler Anlagen und die Realisierung des Probenraumhauses Monkeys sowie unter anderem das Anlegen von Spielplätzen im Quartier rund um das Rathaus bis zur Kreuzung Schlagbaum zählten mit zum Erfolgsprojekt „Soziale Stadt Nordstadt“.

Etliche Millionen Euro an Fördergeldern – insgesamt 14 Millionen Euro vom Land NRW, überdies drei Millionen Euro aus der Verkehrsfinanzierung – konnten für die vielfältigen Stadterneuerungsmaßnahmen in den vergangenen zwölf Jahren eingesetzt werden. Aber auch Fördergelder von Bund und EU sowie Eigenanteile von Dritten trugen mit dazu bei, die Wohn- und Lebensbedingungen in der Nordstadt nachhaltig zu verbessern, infrastrukturelle Mängel zu beseitigen, Freizeit- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu schaffen. „Gut investiertes Geld“, findet der Bezirksbürgermeister von Mitte, Richard Schmidt (SPD), „nicht nur das äußere Erscheinungsbild hat sich verbessert, auch das Verhältnis der Bürger untereinander“.

Das Förderprogramm läuft aber nun in diesem Jahr aus – das Ende des Projektes ist damit aber noch längst nicht eingeleitet. „Die positiven Impulse wirken weiter. So haben sich engagierte Bewohner und Akteure aus der Nordstadt im Verstetigungsprozess intensiv mit der weiteren Stadtteilarbeit beschäftigt“, heißt es aus dem Rathaus. Ein Ergebnis sei hier auch die Gründung des Bürgervereins „Bunte Nordstadt“ Ende 2017 gewesen. „Der Verein ist sehr aktiv und setzt sich beispielsweise dafür ein, die Nordstadt-Seiten weiterzuführen, die den Prozess mit 36 Ausgaben neun Jahre begleitet haben“, sagt die städtische Pressesprecherin Sabine Rische.

Das Mehrgenerationenhaus wurde umfangreich saniert. Foto: Uwe Vetter

Stadtentwickler Markus Lütke Lordemann lobt die sozial-integrativen Maßnahmen in der Nordstadt. „Das Projekt hat in den Stadtteil hineingewirkt“, bilanziert Lütke Lordemann. Obwohl nun die Förderung eingestellt ist, laufen einige Projekte auch in den kommenden Monaten noch weiter. So das Hof- und Fassadenprogramm und der Verfügungsfonds, mit dem es bisher gelungen ist, rund 100 Projekte von mehr als 30 Antragstellern zu fördern. Aktuell sind auch noch rund 170.000 Euro im Topf für das Hof- und Fassadenprogramm. Eigentümer können also noch Zuschüsse beantragen und ihre Maßnahmen in 2019 oder 2020 umsetzen.

Wichtiger Anker für die Arbeit mit den Menschen in der Nordstadt ist das Quartiersmanagement. „Das ist finanziell zunächst bis Ende dieses Jahres gesichert“, erläutert Sabine Rische. Und auch das Nordstadtfest wird die Besucher weiter erfreuen: Am Samstag, 15. Juni, wird das Fest erneut gefeiert.

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