Freibad Ittertal in Solingen Fördergelder noch nicht angekommen

Wald · 170.000 Euro wurden dem Förderverein Ittertal aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes NRW kurz vor der Landtagswahl im Mai dieses Jahres zugestanden. Umkleiden und Duschen sollen saniert werden.

 Zufrieden mit der Freibadsaison 2022: Betriebsleiter Thomas Czeckay (l.)  und Hartmut Lemmer, Vorsitzender Fördervein Ittertal.

Zufrieden mit der Freibadsaison 2022: Betriebsleiter Thomas Czeckay (l.)  und Hartmut Lemmer, Vorsitzender Fördervein Ittertal.

Foto: Uwe Vetter

Groß war im Mai die Freude im Ittertal. Denn der Förderverein Ittertal mit seinem Vorsitzenden Hartmut Lemmer erhielt wenige Tage vor der Landtagswahl am 15. Mai dieses Jahres die längst erhofften 170.000 Euro für die Modernisierung der Freizeitanlage. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes. Den Förderantrag hatte der Förderverein bereits rund zwei Jahre vorher gestellt.

Doch auch gut vier Monate nach der medienwirksamen Übergabe der Fördermittel durch das zuständige Ministerium kurz vor der Wahl ist noch kein Geld geflossen. „Jetzt prüft zunächst die NRW Bank noch einmal unseren Antrag“, sagt Hartmut Lemmer. Umkleiden, Duschen, Böden, Wände und Sanitäranlagen sowie der Einbau einer behindergerechten Toilette sollen mit den Landesmitteln erneuert werden. Doch seit der Antragstellung sind die Kosten unter anderem für Baumaterialien extrem gestiegen. „Alles ist teurer geworden“, sagt Ittertal-Betriebsleiter Thomas Czeckay.

Er und Hartmut Lemmer gehen nun hoffnungsvoll davon aus, dass nach dem Ende der Eislaufsaison 2022/23 mit der Erneuerung der Umkleiden und Duschen begonnen werden kann. „Wir werden jedenfalls der NRW-Bank alle gewünschten Unterlagen zukommen lassen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins.

Lemmer und Czeckay freuen sich indes über die gerade abgelaufene Sommersaison. Am Mittwochabend dieser Woche wurde die Freibad-Saison eingestellt. 27.520 Badegäste wurden im Ittertal seit Mitte Mai gezählt. Das über Wochen schöne Wetter trug zu dieser Besucherzahl mit bei. Aber es gab schon Jahre, wo deutlich mehr Badegäste zum Schwimmen ins Ittertal kamen. „2019 hatten wir 30.390 Badegäste, 2018 waren es 37.668“, erzählt Betriebsleiter Thomas Czeckay. Ein absolutes Top-Jahr war auch 2003 mit rund 56.000 Besuchern. Damals hatte sogar noch das Freibad Schellbergtal geöffnet.

Auch der Somer 2021 lief für das Freibad Ittertal zunächst gut an. Vier Wochen nach dem Saisonstart mit 5380 Badegästen musste das Freibad aber schließen – die Hochwasserflut sorgte auch im Ittertal für enorme Schäden. Auf rund 460.000 Euro beziffern Lemmer und Czeckay den Schaden.

Glück im Unglück waren im Ittertal aber auch zu verzeichnen. „Das Maschinenhaus stand unter Wasser. Motoren und Kompressoren konnten wir aber ausbauen. Die liefen nach einer speziellen Reinigung wieder“, sagt Betriebsleiter Thomas Czeckay – „auch wenn das sehr aufwendig war“. Viele helfende Hände sorgten im Ittertal zudem dafür, dass die Freizeitanlage wieder auf Vordermann gebracht werden konnten. „Die Hilfen aus Solingen und Haan von Vereinen und anderen Freiwilligen waren sehr gut“, loben Förderverein und Betriebsleitung noch einmal im Nachhinein.

Jetzt wird der Blick zunächst auf die Wintersaison gerichtet. Läuft alles nach Plan, soll Ende November die Freiluft-Eislaufsaison starten. Dafür braucht es aber Temperaturen von zehn Grad und weniger und kaum Wind, um das Eis bereiten zu können. Gespräche mit Gutachtern über noch zu erledigende Flutschäden laufen parallel zur Vorbereitung der Wintersaison.

Stillstand herrscht bis dahin im Ittertal nicht. Denn die Beachvolleyballfelder und Handballfelder können weiter genutzt werden. „Wir haben auch weiterführende Schulen angeschrieben, diese Felder zumindest noch im September nutzen zu können“, sagen Lemmer und Czeckay.

In der jetzt laufenden Zwischensaison soll im Bereich des ehemaligen Baby-Beckens nun ein Matsch-Spielplatz angelegt werden. Diese Arbeiten standen bereits auf der Warteliste – und können nun beginnen. „Das Material dafür ist mittlerweile da“, so Hartmut Lemmer.

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