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Solingen: Eugen-Maurer-Haus hat Neubau mit 62 Einzelzimmern

Neues Seniorenheim in Solingen : Eugen-Maurer-Haus eingeweiht

Der Neubau der städtischen Senioreneinrichtung in Gräfrath kostete statt knapp acht nun rund elf Millionen Euro. Der Neubau bietet 62 Einzelzimmer, die Belegung startet Mitte dieses Monats.

Bauverzögerungen und wegen des Baubooms auch enorme Kostensteigerungen musste das Neubauprojekt Eugen-Maurer-Haus in Gräfrath in den vergangenen zwei Jahren verkraften. Das Alten- und Pflegeheim ist neben dem Elisabeth-Roock-Haus in Höhscheid und dem Gerhard-Berting-Haus in Wald eines von drei städtischen Altenheimen. Und alle drei Einrichtungen mit insgesamt 370 Plätzen entsprechen nun modernsten Standards nach dem Wohn- und Teilhabegesetz.

Zur offiziellen Einweihung des Neubaus sprach Oberbürgermeister Tim Kurzbach am Dienstag im kleinen Kreis in Gräfrath – in Corona-Zeiten natürlich unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln. Der Neubau bietet 62 Zimmer. „Alles Einzelzimmer“, sagt Birgit Wenning von der städtischen Pressestelle. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent bei Senioreneinrichtungen. Die drei städtischen Einrichtungen erfüllen diese Vorgabe nun weit mehr als erforderlich.

Das bisherige Gebäude in Gräfrath aus dem Jahr 1962 entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Es hatte zwar 58 Einzelzimmer, aber auch 13 Doppelzimmer. Ein Umbau des Hauses war allerdings aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht vertretbar. so entschieden sich die Verantwortlichen für einen Neubau.

Die Arbeiten dazu begannen am Eugen-Maurer-Haus in Gräfrath im Januar 2018 – eine neue Technik-Zentrale wurde bereits Mitte 2017 realisiert – mit den Abrissarbeiten am Nordtrakt. Doch schon schnell war man damals drei Monate im zeitlichen Verzug. Ausschreibungen für unterschiedliche Gewerke mussten gleich mehrfach wiederholt werden. Das Bauvorhaben war dadurch rund acht Monate im Hintertreffen.

Bei den Kosten reichten die zunächst veranschlagten knapp acht Millionen Euro nicht aus – es wurden rund drei Millionen Euro mehr. Aktuell stehen laut städtischer Pressestelle insgesamt elf Millionen Euro zu Buche. „Der Bezug des Neubaus ist für den 15. Juni vorgesehen“, sagt Birgit Wenning.

Damit ist das Bauprojekt aber noch nicht beendet. Denn im Altbau müssen unter anderem noch die Brandmeldeanlage und die Telefonanlage erneuert werden. Abrissarbeiten stehen zudem noch am Westtrakt und an restlichen Gebäuden des Nordtrakts an. Die endgültige Fertigstellung mit den entsprechenden Außenanlagen soll aber noch im Laufe dieses Jahres gelingen.