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Solingen: Es braucht sichere Weihnachtsmärkte - Kommentar

Veranstaltungen in Solingen : Es braucht sichere Weihnachtsmärkte

Ein Glühwein mit Freunden trinken oder ein Geschenk an einer Bude kaufen – in diesem Jahr soll das wieder möglich sein. Das ist gut so, solange die Sicherheitsvorkehrungen stimmen.

Die Stadt ist derzeit mit der Genehmigung der Weihnachtsmärkte beschäftigt. Es ist das übliche Prozedere, wie es auch vor Corona galt. Ein Stück Normalität sozusagen. Das lässt sich als gutes Zeichen werten, denn: Wir brauchen die Weihnachtsmärkte, in diesem Jahr vielleicht mehr als sonst. Schließlich sind sie nicht einfach nur ein beliebte Tradition, die für einen festlichen Jahresabschluss sorgt.

Im vergangenen Jahr wurde den Einzelhändlern das Weihnachtsgeschäft nicht erst durch den erneuten Lockdown ab Mitte Dezember verhagelt. Schon davor hatte der Einzelhandel über deutlich weniger Laufkundschaft aufgrund der ausgefallenen Weihnachtsmärkte geklagt. In diesem Jahr also haben die Märkte hoffentlich wieder einen positiven Effekt für den Solinger Einzelhandel.

Aber nicht nur die Geschäfte brauchen die Weihnachtsmärkte. Es schwingt auch eine menschliche Komponente bei der Frage mit, ob wir in diesem Jahr wieder Glühwein-Stände und Advents-Buden besuchen dürfen. Sicher, nicht jeder ist ein Freund dieser inzwischen doch ziemlich konsum-orientierten Tradition. Trotzdem sind die Märkte eben auch – und zwar potenziell unabhängig von einem individuellen Glauben – Orte der Festlichkeit, des Zusammenkommens, der Geborgenheit. Sie sind mit einem Gefühl verknüpft, dass wir in eineinhalb Jahren Pandemie vermisst haben.

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Dabei ist es nur allzu verständlich, dass die Veranstalter sich wegen der Mehrwegpflicht sorgen. In Zeiten besonderer Hygiene-Regeln ist der Aufwand, Mehrweggeschirr zu spülen, natürlich größer. Für die ohnehin schon gebeutelten Schausteller mag die Pflicht also wie eine lästige Hürde wirken. Trotzdem ist sie notwendig. Vor Freude über die Rückkehr der Weihnachtsmärkte dürfen die Hygiene-Regeln nicht außer Acht gelassen werden.

Wir brauchen die Weihnachtsmärkte – aber wir brauchen bei ihrem Besuch auch die Sicherheit, dass alle Beteiligten vor einer möglichen Corona-Infektion geschützt sind, so gut es geht. Es liegt in der Verantwortung aller – der Stadt, der Veranstalter, aber auch der Besucher – das zu bedenken und einzuhalten. Damit der Weihnachtsmarkt-Besuch besinnlich wird und nicht bedenklich.