Solingen: Eine Biathlon-Arena in der City

Veranstaltung in Mitte : Eine Biathlon-Arena in der City

Bei der 1. Solinger Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft wurde der Fronhof am Samstagnachmittag zur Wintersport-Arena. Neun Staffeln kämpften um den Sieg. Die Veranstalter waren mit der Premiere zufrieden.

Ein ungewohntes Bild bot sich am Samstagnachmittag in der City. Menschen zielten mit dem Gewehr auf fünf kleine Scheiben und mühten sich mit Skistöcken ab. Bei der 1. Solinger Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft wurde der Fronhof zur Wintersport-Arena – nur ohne Schnee.

Neun Staffeln gingen an den Start. Neben dem Merscheider Turnverein und den St. Sebastianus Schützenbruderschaft Wald, einem Team aus dem Oberbürgermeister-Büro der Verwaltung, einem von Intersport Borgmann und einem des Lokals Bräuhaus hatten sich gleich zwei Teams des Modehauses Peek & Cloppenburg angemeldet. Bei ihnen werde Mitarbeitersport im Rahmen der Gesundheitsfürsorge großgeschrieben, sagte Viktoria Wagner. Sie schwitzte im ersten der beiden Teams auf dem Langlaufergometer und behielt danach beim Schießen mit dem Lasergewehr eine ruhige Hand.

Schon vorher hatten sich die Protagonisten mit dem Equipment auf der Anlage von Martin Bremers Inmotion-Agentur einweisen lassen, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit seiner City-Biathlon-Tour in der Klingenstadt gastierte. Gut gelaunt, spürbar routiniert und dennoch mitreißend und motivierend moderierte Bremer durch den Nachmittag, besorgte immer wieder den nötigen Zwischenapplaus des Publikums, erklärte hier, mahnte dort und hatte wie selbstverständlich auch die Technik im Griff, die unter anderem die Teams für die Vorstellungsrunde mit individueller Musik präsentierte.

Vier Teilnehmer pro Team kämpften in mehreren Runden um die Pokale – und um den Hauptpreis, der sich sehen lassen konnte. Es winkte ein Wochenende in Ruhpolding für das Finale gegen die Sieger der anderen Stationen der City-Biathlon-Tour. Einige der Staffel-Teilnehmer waren am Vormittag in spontanen Einzelwettbewerben gestartet. „Sobald zwei oder drei Interessierte da sind, legen wir los“, hatte Bremer im Vorfeld gesagt.

Anja Wiesner von den St. Sebastianus Schützen machte beim Biathlon eine gute Figur. Trotzdem: „Es ist etwas anderes, in aller Ruhe auf dem Schießstand agieren zu können, oder mit erhöhtem Puls, geschwitzt und demnach auch innerlich aufgewühlt mit dem Gewehr zu zielen“, sagte sie. Spaß mache es trotzdem. Joachim Radtke vom Stadtmarketing zeigte sich sehr zufrieden. „Dafür, dass parallel gerade nahezu überall in Solingen auch Programm läuft, ist das hier prima“, sagte er. Viele Interessierte hätten sich durchs Zuschauen vom „Biathlon-Virus“ anstecken lassen. Gut möglich, dass es nach dieser erfolgreichen Premiere eine Wiederholung gibt. „Vorstellen können wir uns das gut“, sagte Radtke.

Mehrere mobile Tribünen waren aufgestellt worden und zudem hatten sich einige Zuschauer auf Bänke am Fronhof gesetzt, um das sportliche Geschehen optimal verfolgen zu können. „Logenplätze“ hatten die Gäste des Cafés Cramers. Ein Getränkewagen sorgte dafür, dass Zuschauer wie Teilnehmer genügend Flüssigkeit zu sich nehmen konnten. Gewinnen konnte übrigens das Team Bräuhaus. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der Merscheider Turnverein und das Oberbürgermeister-Büro.

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