Solingen: Eichenprozessionsspinner am Schulzentrum Vogelsang

Eichenprozessionsspinner in Solingen : Gefährliche Raupen am Vogelsang

Am Schulzentrum Vogelsang und in einem nah gelegenen Wäldchen Frankenstraße / Vogelsang sind jetzt weitere Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt worden.

Ein von der Stadt beauftragter Experte schaute sich am späten Donnerstagnachmittag das gesamte Gelände an und ergriff geeignete Maßnahmen beziehungsweise auch Absperrungen.

Die Stadt hatte bereits im Juni vor dem Schädling gewarnt. Mittlerweile, so heißt es, sind mehr als 350 Nester entfernt worden. Ein erstes Nest war am Engelsberger Hof entdeckt worden.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter. Er liebt Wärme und bevorzugt freistehende und von der Sonne beschienene Eichen. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in den Nestern verstecken und abends in einer Prozession vom Nest in die Baumkrone wandern. Dort fressen sie die Blätter.

Berührt man die Gifthaare, können unangenehme Reaktionen wie Juckreiz, Atembeschwerden und Augenreizungen die Folge sein. Und selbst dann, wenn die Nester entfernt sind, ist die Gefahr nicht ganz gebannt: Die feinen Haare können weit fliegen, sich festsetzen und nach längerer Zeit noch Beschwerden auslösen. Auch Haustiere können empfindlich auf die Raupenhaare reagieren.

 Zum Schutz vor unangenehmen Folgen sollte man Raupen und Nester niemals berühren und in befallenem Areal Nacken, Hals, Arme und Beine bedecken. Zudem sollte man sich unterhalb befallener Bäume nicht ins Gras oder auf den Boden setzen. Wer mit den Härchen in Kontakt gekommen ist, sollte die betroffenen Körperstellen gründlich abspülen und zum Arzt gehen, falls Beschwerden auftreten.

(uwv)
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