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Solingen: Die letzten Vorbereitungen fürs Stadtradeln sind getroffen

Kolumne Stadtradeln : Die letzten Vorbereitungen sind getroffen

Fünf „Stadtradeln-Stars“ verzichten in Solingen bei der Klimaschutz-Aktion aufs Auto – einer von ihnen ist Morgenpost-Chef Guido Radtke.

Der Countdown läuft. Noch zwei Tage bis zum Start des Stadtradelns in Solingen – und noch immer ist unser Team „Trochbusch“ nicht in voller Besetzung angemeldet, obwohl die Aktion inzwischen eines der beherrschenden Gesprächsthemen in unserer Hofschaft ist. Aber es ist ja wie immer: Manche Sachen macht man bekanntlich immer auf den letzten Drücker. Dabei ist die Registrierung über die App oder über die Internetseite so simpel.

Vielleicht habe ich ja auch auf den einen oder anderen Nachbarn zu viel Druck ausgeübt, weil ich mich als „Stadtradeln-Star“ gemeldet habe. Drei Wochen lang aufs Auto verzichten, stattdessen alle Strecken nur mit dem Fahrrad zurücklegen – Nachbarin Linda Fischer rechnet sich angesichts meines Vorhabens kaum Chancen aus, ihren teaminternen Vorjahressieg mit den meisten Kilometern wiederholen zu können. Dabei ist sie als Postbotin beruflich auch jeden Tag mit dem Fahrrad in ihrem Bezirk unterwegs.

Neben mir werden sich im Übrigen vier weitere „Stadtradeln-Stars“ ab Montag im Aktionszeitraum bis zum 27. September nur per Fahrrade fortbewegen: Fridays-For-Future-Aktivistin Lenja Königs, Solingen Botschafter Netusan Vairamuthu, Verwaltungsmitarbeiter Christian Hoppe-Löhndorf und Tobias Krüger, Gründer der „Parents for Future Solingen“. Ob auch sie alle ähnliche Vorbereitungen getroffen und noch Dinge erledigt haben, die nur schwer oder kaum mit dem Fahrrad zu erledigen sind ?

Meine Kollegen in den Redaktionen haben mich in dieser Woche jedes Mal aufgezogen, wenn ich morgens nicht das Rad als Fortbewegungsmittel gewählt habe. Am Montag habe ich noch Elektroschrott und jede Menge Pappe im Bärenloch entsorgt, am Mittwoch wurde der Getränkevorrat mit einigen Kisten aufgestockt. Und der Rasen wollte auch noch gemäht werden – und damit ging’s noch mal zum Grünschnittcontainer. „Das sind doch alles nur Ausreden“, bekam ich zu hören. Am sportlichen Dienstag hatten sie allerdings nichts anzumerken. Am Abend standen die 40 Kilometer auf dem Tacho, die es jedes Mal zurückzulegen gilt, wenn ein Dienst in der Redaktion Wermelskirchen wartet.

Am Sonntag folgt noch der letzte Akt der Vorbereitung: Das Auto wird unter der Brücke abgestellt und der Schlüssel ganz hinten in die Schublade gelegt.

www.stadtradeln.de/
solingen

Zur Person Guido Radtke (49), Leitender Regionalredakteur der Solinger Morgenpost / Bergischen Morgenpost, berichtet bis Ende September regelmäßig vom Stadtradeln in Solingen.