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Solingen: Der Walder Stadtsaal steht erneut zum Verkauff

Solinger Veranstaltungsort wird angeboten : Der Walder Stadtsaal steht erneut zum Verkauf

Immobilienunternehmen EVC Rheinland GmbH hat bis Oktober das Vermarktungsrecht. Interessenten bereits vorhanden.

Vergangenes Jahr stand der Walder Stadtsaal schon einmal zum Verkauf. „Veranstaltungshalle inklusive Vorderhaus mit Wohnungen samt großem Biergarten“ wurden vom Eigentümer Andreas Heibach offeriert. Damit die für Wald so wichtige Immobilie in gute Hände kommt, sollten sich ausschließlich „Interessenten mit Herz“ an den Eigentümer wenden. Doch ein Verkauf kam im vergangenen Jahr nicht zustande. Im Gespräch war nach Informationen unserer Redaktion ein siebenstelliger Betrag, für den der Walder Stadtsaal den Besitzer wechseln sollte.

Heibach hatte den Komplex 2011 zu einem symbolischen Preis von der Stadt übernommen. „Den Saal privat wirtschaftlich zu führen ist zunehmend schwieriger“, sagte der Eigentümer vor Jahresfrist in der Bezirksvertretung Wald. Nun unternimmt Heibach einen erneuten Anlauf zum Verkauf der Immobilie. Exklusiv damit beauftragt ist die EVC Rheinland GmbH, als zuständiger Berater für das Bergische Land wird der Solinger Dario Dzamastagic den Vermittlungsprozess operativ betreuen. „Es gibt bereits einige Interessenten – aus Solingen ebenso wie von außerhalb“, sagt Dzamastagic. Er ist zuversichtlich, „dass wir zeitnah einen Käufer beziehungsweise Käuferin finden werden“.

  • foto: lbs
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Doch selbst wenn das in der nächsten Woche gelingen würde, braucht es einige Zeit, bevor beispielsweise bauliche Veränderungen vorgenommen werden könnten. „Bis zum Jahresende ist der Walder Stadtsaal ausgebucht, für Comedy-Veranstaltungen ebenso wie für private Feiern oder auch Weihnachtsfeiern. Das wird alles wie geplant über die Bühne gehen. Wir wollen einen Käufer finden, der gut zum Stadtteil Wald passt“, ergänzt der Mitarbeiter von Engel & Völkers Commercial Rheinland.

Das exklusive Vermarktungsrecht hat das Immobilienunternehmen bis Oktober dieses Jahres. Damit verbunden ist vom Eigentümer auch die Vorgabe, „wer als Käufer infrage kommen darf und kann“. Der Stadtsaal soll weiter „ein lebendiger und wichtiger Bestandteil von Wald sein“, sagt Dario Dzamastagic. Das hofft auch Horst Gabriel, Sprecher der „Waldarbeiter“, die sich ebenso wie die Jongens in Ohligs um den Stadtteil Wald kümmern: „Wir stehen zu Andreas Heibach. Es kommt jetzt darauf an, einen geeigneten Käufer zu finden.“

Der Walder Stadtsaal weist eine Gesamtfläche von rund 1344 Quadratmetern auf, das Grundstück misst etwa 2790 Quadratmeter. Zum Objekt gehören auch vier Wohneinheiten. Renovierungen wurden in den vergangenen Jahren laufend vorgenommen, heißt es. Der Stadtsaal Wald wurde im Januar 1985 unter Denkmalschutz gestellt. 2011 musste sich die Stadt aus finanziellen Gründen von dem Gebäude trennen.

Die Grünen hatten im Zuge der Verkaufsabsichten von Andreas Heibach im vergangenen Jahr erklärt, die Stadt möge den Treffpunkt der Walder wieder zurückkaufen. Doch daran ist angesichts der Haushaltslage auch heute nicht zu denken, sagte ein Rathaussprecher. Heibach selbst war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.