Solingen: Der Walder Spar- und Bauverein modernisiert Wohnungen

Genossenschaft : Walder Bauverein investiert in Bestand

Die Mitglieder der ältesten Solinger Wohnungsbaugenossenschaft sprachen sich auf der Generalversammlung im kleinen Gemeindesaal an der Corinthstraße einstimmig für die Zahlung einer Dividende in Höhe von vier Prozent aus.

Die Mitgliederversammlung am Mittwochabend im kleinen Gemeindesaal des Altenzentrums an der Corinthstraße war schnell erledigt. Eine knappe Stunde saßen rund 30 Mitglieder des Walder Spar- und Bauvereins zusammen, um über den Geschäftsbericht 2018 zu diskutieren und unter anderem auch einstimmig eine Dividende in Höhe von vier Prozent auf die Genossenschaftsanteile zu beschließen. „Unser Schwerpunkt war 2018 die Instandsetzung und Modernisierung des Wohnungsbestandes“, sagt Michael Pikzack vom Vorstand von Solingens ältester Wohnungsbaugenossenschaft. Die am 12. Juni 1897 gegründete Genossenschaft bewirtschaftete im vergangenen Jahr 1013 Wohnungen in 256 Häusern.

Neubauten sind auch in diesem Jahr nicht vorgesehen. „Wir haben genug mit den Altbauten zu tun“, erklärt Michael Pikzack, „wir packen Jahr für Jahr 15 bis 20 Wohnungen an“. Unter anderem wurden Heizungen, Bäder und auch Küchen erneuert. Gleichwohl hat die Walder Genossenschaft eine Menge Baureserven. Die Fläche der unbebauten Grundstücke wird aktuell mit mehr als 43.000 Quadratmetern angegeben.

Doch nicht alle können davon derzeit genutzt werden. So stünden beispielsweise an der Deller Straße 5000 Quadratmeter Grund und Boden bereit. Doch hier stehen noch im Jahr 1993 von der Stadt erworbene Einfachwohnungen, die erst komplett abgerissen werden können, wenn der letzte Mieter ausgezogen ist. „Das müssen wir abwarten“, sagt das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Walder Spar- und Bauvereins.

Die Genosenschaft will auch im laufenden Geschäftsjahr rund zwei Millionen Euro für die Instandhaltung und Modernisierung ausgegeben. „95 Prozent der Handwerkeraufträge gehen an Solinger Unternehmen“, betont Pikzack. Und auch die durchschnittliche Sollmiete von 4,35 Euro je Quadratmeter Wohnfläche kann sich sehen lassen. „Wir bleiben auch bei Neuvermietungen um gut 15 Prozent unter dem Mietpreisspiegel“, sagt der Geschäftsführer. So lange die Genossenschaft dazu finanziell in der Lage sei, werde die Sollmiete der Wohnungen der Walder Genossenschaft weiter unter dem Mietpreisspiegel liegen.

Der Walder Spar- und Bauverein erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 bei einer Bilanzsumme von rund 31,6 Millionen Euro einen Jahresüberschuss in Höhe von 170.000 Euro. Davon gehen 102.000 Euro in die Rücklage, der Rest wird als Dividende an die 1557 Mitglieder ausgeschüttet. Das waren zwei Mitglieder mehr als zu Beginn des Geschäftsjahres. Die Eigenkapitalquote der Genossenschaft liegt bei rund 31 Prozent