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Solingen: Der City-Verkehr muss neu geordnet werden

Ansichtssache : Der Innenstadt-Verkehr muss neu geordnet werden

Die Bauleitplanung für den Neubau der Stadt-Sparkasse in der Innenstadt ist auf dem Weg. Erforderlich ist aber darüber hinaus auch ein schlüssiges Verkehrskonzept im Zentrum der Stadt.

Ein weiteres Großprojekt ist von der Politik für die Stadtmitte formal auf den Weg gebracht. Die Bauleitplanung für das Gebiet zwischen den Straßen Am Neumarkt, Peter-Knecht-Straße, Kölner Straße und Max-Leven-Gasse wurde gestartet und soll, läuft alles nach Plan, im Frühjahr 2021 stehen, damit die Stadt-Sparkasse Solingen in diesem Bereich ihre neue Zentrale samt einigen Wohnungen und der Max-Leven-Gedenkstätte realisieren kann.

Bis dahin gibt es aber noch reichlich Arbeit. So ist die Durchführung der frühzeitigen Bürgerbeteiligung in Corona-Zeiten anders als sonst üblich zu gestalten. Bürgerversammlungen in der bisherigen Form sind bis auf Weiteres untersagt. Von daher will man neben der gesetzlichen Bekanntmachung im Amtsblatt die Planunterlagen nebst Informationen zum Inhalt auf der Internetseite der Stadt Solingen zur Einsichtnahme bereitstellen. Fragen können dann telefonisch oder per Mail geklärt werden.

Die Bürgereinbindung ist wichtig, denn schon in der gemeinsamen Sitzung der Bezirksvertretung und des Planungsausschusses hat sich gezeigt, dass weniger der Bau der neuen Zentrale im Blickpunkt steht. Vielmehr muss eine neue Verkehrsregelung für diesen Innenstadtbereich kreativ erarbeitet werden. Denn der Neubau des Kreditinstitutes rückt in die Peter-Knecht-Straße hinein, dafür soll die Max-Leven-Gasse zweispurig werden und auch die Einfahrt zur Tiefgarage aufnehmen. Das bedeutet für die Peter-Knecht-Straße nur noch geringen Anliefer-/Anwohnerverkehr.

Überlegt werden muss, ob das Verkehrsaufkommen in der City insgesamt reduziert beziehungsweise entzerrt werden kann. Denn durch Linksabbieger von der Max-Leven-Gasse in die Kölner Straße könnte bei hohem Fahrzeugaufkommen der Verkehr ins Stocken geraten. Das will keiner.

Von daher wird darüber nachgedacht, beispielsweise den Bereich Berg-/Friedrichstraße mit einzubeziehen. Hier darf aktuell nur rechts in die Friedrichstraße abgebogen werden – doch daran halten sich schon heute ohnehin nicht alle Autofahrer, was täglich zu beobachten ist. Allein diese stellt aber längst noch nicht den großen Wurf für den City-Verkehr dar. Wunsch aller ist es aber, die Aufenthaltsqualität des Neumarktes zu erhöhen – mit oder ohne Verkehr.