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Solingen: Das Freibad Ittertal öffnet am 11.Juni

Freibad : Das Freibad Ittertal öffnet am 11. Juni

Der Förderverein Ittertal hatte aus Kostengründen zunächst einen Verzicht der Freibad-Saison erwogen. Nach Gesprächen mit der Verwaltung kann der Förderverein aber offensichtlich auf Hilfe der Stadt bauen.

Abstand halten ist in Corona-Zeiten oberste Pflicht. Doch der Förderverein Ittertal und die Stadt Solingen scheinen sich in den vergangenen Tagen näher gekommen zu sein. Nachdem der Vorsitzende des Fördervereins Ittertal, Hartmut Lemmer, in der Vorwoche gegenüber unserer Redaktion erklärte, aus Kostengründen eventuell auf die Freibad-Saison verzichten zu müssen, ist davon nun nicht mehr die Rede: „Wir öffnen das Freibad Ittertal am 11. Juni“, sagt Hartmut Lemmer.

„Wir sind in Gesprächen“, erklärt gleichzeitig Ralf Weeke auf Anfrage, „mehr kann ich dazu nicht sagen“, ergänzte der Stadtkämmerer. Das Ittertal müsse versuchen, Fördertöpfe von Bund und Land anzuzapfen. „Dann schauen wir weiter“, so der Kämmerer.

Kostenzuschüsse für den Betrieb des Freibades oder die Freiluft-Eislaufanlage gibt es für den Förderverein Ittertal seit Jahren nicht von der Stadt. Doch mit Blick auf den Start in die Freibad-Saison und den damit verbundenen strengen Auflagen von Abstand und Hygiene und einer begrenzten Anzahl von Badegästen laufen die Kosten auf hohem Niveau weiter. Was den Förderverein ins Rechnen brachte: „Wenn wir das Freibad nur unter gegenwärtigen Bedingungen öffnen dürfen, erreichen wir den Winter nicht“, hatte Lemmer in der vergangene Woche erklärt und angekündigt, das Gespräch mit der Stadt zu suchen.

Nach Informationen unserer Redaktion ist das Gespräch aus Sicht des Fördervereins offenbar positiv verlaufen – der Förderverein kann somit einmalig für die Freibadsaison 2020 auf Unterstützung der Stadt bauen.

Zumal ein gewichtiges Argument kräftig zieht: Viele Solingerinnen und Solinger können oder wollen in diesem Sommer wegen der Corona-Krise nicht in Urlaub fahren, sondern zu Hause bleiben. Spielt das Wetter einigermaßen mit, übernehmen neben dem städtischen Heidebad auch das Freibad Ittertal eine gesellschaftliche Aufgabe.

Frisches Wasser ist im Nichtschwimmerbecken des Freibades Ittertal bereits eingelassen. Auch das große Becken ist bereits gereinigt und wird befüllt. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte den Freibad-Betreibern zum 20. Mai die Erlaubnis zum Öffnen gegeben. Doch von heute auf morgen zu öffnen, dazu waren die beiden Solinger Freibäder nicht in der Lage. Ursprünglich hatte man im Ittertal den 15. Mai als ersten Badetag ins Auge gefasst – das Coronavirus machte dem aber einen Strich durch die Rechnung.

Doch die Auflagen für die Eröffnung der beiden Freibäder sind enorm: Badegäste müssen sich vorab online registrieren, damit Infektionsketten nachverfolgt werden können. Auch im Becken und in den Umkleiden müssen Besucher den Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten, es sei denn, bei den Badegästen handelt es sich um Mitglieder eines Haushaltes oder die Mitglieder einer befreundeten Familie. Bei Betreten des Bades müssen zudem Hände gewachsen und desinfiziert werden. Mit Blick auf die Anzahl der Badegäste gilt als Faustregel überdies pro zehn Quadratmeter eine Person. Hartmut Lemmer hofft gleichwohl, dass die gegenwärtigen Corona-Schutzverordnungen mit Blick auf den Betrieb der Freibäder noch etwas gelockert werden. Man werde die Auflagen aber strikt einhalten.

Bereits geöffnet sind seit der vergangenen Woche die Beach-Volleyballfelder im Ittertal. Aber auch hier gelten die Corona-Regeln unter anderem mit vorheriger Anmeldung und kontaktlosem Spielen.