Solingen: C&A setzt nach Umbau auf technische Neuerungen

Neueröffnung der Solinger Filiale nach Umbau : C&A setzt auf technische Neuerungen

Nach Renovierungsarbeiten öffnete das Bekleidungsgeschäft am Neumarkt wieder seine Pforten. Die Kunden standen Schlange.

Kopfschüttelnd steht eine ältere Dame vor der minütlich länger werdenden Schlange vor dem Haupteingang von C & A. „Das ist ja absoluter Wahnsinn. Da stelle ich mich jetzt nicht an.“ Schon lange vor der Wiedereröffnung tummeln sich am frühen Donnerstagmorgen die ersten Kunden vor der Filiale am Neumarkt. Grund für den Ansturm dürfte nicht zuletzt eine Werbe-Aktion sein, bei der die ersten 100 Besucher Warengutscheine erhielten. Der Plan geht auf. Mit Musik und unter rhythmischem Klatschen der Mitarbeiter erobern um Punkt 11 Uhr die ersten Besucher das Geschäft.

Mehrere Wochen hatte C&A seine Pforten wegen Renovierungs- und Umbauarbeiten geschlossen. Optisch kann sich das neue Store sehen lassen. Die Räumlichkeiten wirken hell und freundlich, die Waren sind luftig drapiert. Jung, hip und modern will sich der Bekleidungshersteller inszenieren. Genaue Zahlen über die Investition will Unternehmenssprecher Jens Völmicke nicht nennen, doch sei ein „einstelliger Millionenbetrag“ in den Umbau geflossen.

Die Digitalisierung macht sich in der Filiale in vielen Neuerungen bemerkbar. So sind die Kabinen mit iPods ausgestattet, über die ein Verkäufer zur Beratung gerufen oder eine andere Größe bestellen werden kann. In einer separaten Ecke können im Internet bestellte Waren abgeholt werden. Außerdem gibt es Selbstscanner-Kassen, an denen Kunden ihre Waren selbst abkassieren und sich informieren können, ob ein Artikel online verfügbar ist. Ein weiterer Service ist eine kleine Änderungsschneiderei in der neueröffneten Filiale.

Völmicke ergänzt: „Wir modernisieren unsere Filialen laufend und probieren Dinge aus. Die Verbindung von Online und Offline ist ein Riesenthema für uns“, erklärt der Sprecher. Denn der Handel im Netz verschmelze immer stärker mit dem stationären Einzelhandel. Letzterer habe nicht nur in Solingen, sondern auch in anderen Städten zu kämpfen, sagt Völmicke. „Für uns ist der Umbau des Stores auch eine klare Zusage zum Standort Solingen.“

Großen Anklang bei Kunden findet eine Kaffeebar, wo sie während des Einkaufs eine Pause einlegen können. Eine weitere Besonderheit: Kunden können sich T-Shirts mit ihrem Lieblingsmotiv oder einem Spruch vor Ort bedrucken lassen.

Im Zuge des Umbaus hat die Filiale am Neumarkt auch personell aufgestockt: 20 Neueinstellungen habe es gegeben, so dass nunmehr 40 Beschäftigte im Verkauf tätig seien, berichtet Völmicke.

(KDow)
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