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Solingen: Corona-Impfung der über 80-Jährigen ab 1. Februar

Corona in Solingen : Impfung der über 80-Jährigen ab 1. Februar

Die Stadt schreibt die Senioren ab Montag an, die Terminvergabe erfolgt ab 25. Januar an der telefonischen Hotline unter der Nummer 116 117.

Die Stadt hatte eine fristgerechte Punktlandung hingelegt. Auf den Tag genau vor einem Monat, am 15. Dezember, wurde das Solinger Impfzentrum im ehemaligen Kaufhof-Gebäude in der City auf Weisung des Landes fertiggestellt. Wobei es mittlerweile ernsthafte Anzeichen dafür gibt, dass die Zeit des Wartens bald vorbei ist – und die Ärzte sowie Helfer an der oberen Hauptstraße endlich loslegen können.

Denn wie die Stadt nun bekannt gegeben hat, sollen ab 1. Februar die groß angelegten Corona-Schutzimpfungen für über 80-Jährige beginnen. „Ziel ist es, an diesem Tag die Türen des Impfzentrums zu öffnen“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) am Donnerstag. Parallel kündigte der OB im Rahmen einer Pressekonferenz an, schon ab nächsten Montag, 18. Januar, gingen die entsprechenden Schreiben der Stadt an die rund 11.000 impfberechtigten Senioren heraus.

Anmeldung Alle Bürger, die einen Brief von der Stadt erhalten, müssen sich ab Montag 25. Januar, einen festen Impftermin geben lassen. Dies erfolgt über die Telefon-Hotline 116 117. Das Procedere liegt in der Verantwortung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. An der Hotline muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Bei der Stadt sind keine Terminvereinbarungen möglich.

Impfberechtigte In der anstehenden Impfrunde sind alle Bürger über 80 Jahre aufgerufen, sich impfen zu lassen. Die Impfung erfolgt im Impfzentrum. Die Stadt rät, dass sich Menschen, die nicht uneingeschränkt mobil sind, beim Hausarzt eine Krankenfahrt verordnen lassen. Zur Prioritätsgruppe 1 gehören ferner 3700 Bewohner und Angestellte in Alteneinrichtungen, die ab 18. Februar in den Heimen die zweite Impfdosis erhalten. Auch Mitarbeiter von Kliniken sind ab Montag an der Reihe. Deren Impfungen erfolgen ebenfalls vor Ort.

Impfstoff Die Stadt rechnet damit, dass in den folgenden Wochen jeweils 880 Impfdosen verfügbar sind. Davon werden 660 an die Senioren verimpft. 160 Dosen stehen für Rettungskräfte bereit. Die im Februar startende Impfrunde dürfte sich also nach aktuellem Stand über etliche Wochen ziehen.

Bettlägrige Menschen Bürger, die bettlägrig sind und von Pflegediensten betreut werden, müssen sich laut übergeordneter Regelung noch gedulden. Sie kommen erst später dran, wenn einfacher zu kühlende Impfstoffe zur Verfügung stehen.

Schulen und Kitas In der Schüler-Notbetreuung befinden sich momentan 781 Kinder. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Grundschüler. Die Quote liegt bei etwa 13 Prozent bei Kita-Kindern bei 40 Prozent. Die Betreuungszeiten in den Kitas variieren ab zehn Stunden. Die Stadt glaubt, dass die Quote bei einer Fortdauer des Lockdowns steigt.

England-Mutation Um einen Überblick über die Verbreitung der aus England stammenden und mutmaßlich stärker ansteckenden Virus-Mutation zu erhalten, lässt die Stadt 100 positive Tests in einem Kölner Labor auf die Mutation prüfen. Ein Ergebnis wird in einigen Tagen erwartet. Infizierte Verwandte von Personen, bei denen die Mutation festgestellt ist, werden nicht auf die Mutation untersucht. Denn bei ihnen ist ohnehin davon auszugehen, dass sie mit dem mutierten Virus infiziert sind. Zurzeit sind zwei Mutationsfälle in Solingen bekannt. Den Betroffenen geht es den Umständen entsprechend gut.