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Solingen: Comeback der „Session Possible“ mit Wolf Codera

Musik in Solingen : Comeback der „Session Possible“

Der Wolf ist zurück – mit Saxofon im Gepäck und prominentem sowie musikalisch gewohnt versiertem Gefolge. Nach der Pandemie-Pause gastieren Wolf Codera & Co. am Samstagabend in der Alten Maschinenhalle.

Nachdem im Sommer 2020 auf dem Gelände des alten Hauptbahnhofs die Session Possible noch zweimal erfolgreich als Open Air stattfinden konnte, musste das beliebte Konzert in der Lutherkirche coronabedingt ausfallen. Nun gibt Wolf Codera am Samstagabend in der Klingenstadt wieder ein Indoor-Konzert in dem von ihm entwickelten Popsession-Format. Auch das traditionelle Weihnachtskonzert soll – Stand heute – stattfinden.

„Von einem echten Neustart, kann aus meiner Sicht leider noch nicht die Rede sein. Seit Oktober füllen sich die Terminkalender von uns Profimusikern zwar wieder, jedoch kamen zuletzt auch erste Absagen“, gibt Wolf Codera einen Einblick in die nach wie vor nicht einfache Lage seiner Branche. „Umso mehr bin ich und sind wir alle froh und dankbar, dass Mark Philip Buchholz hartnäckig geblieben ist und wir nun endlich unser Solinger Publikum wiedersehen werden.“

Dabei entstand die Idee zu so einer Art Session vor etlichen Jahren eher zufällig auf einer großen Musical-Tournee. Während der anstrengenden Proben, tauschten die Musiker zur Zerstreuung einfach mal die Stimmen und Noten oder wechselten in einen völlig anderen Musikstil. „Wir haben eigentlich nur Blödsinn gespielt, aber das klang und klappte so gut, und so kam mir gemeinsam mit Klaus Fischer die Idee zur Session Possible“, erinnert sich das musikalische Ausnahmetalent gerne an die Anfänge.

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Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen ähnlicher Art ist bei der ,Session Possible’ besonders, dass die sprichwörtliche ,Leine’ viel länger gelassen wird. Den jeweils mitwirkenden Musikerinnen und Musikern bleibt bewusst mehr Raum, um ihr Talent und Können zu zeigen. Daraus entwickelt sich spontan oft so noch nie Gehörtes – zur Überraschung der Combo on Stage und guten Unterhaltung des Publikums. „Keine Session Possible ist wie die andere und überrascht selbst mich immer wieder live vor Ort mit etwas Neuem“, berichtet der 60-Jährige: „Das liegt einerseits an der wechselnden Besetzung, anderseits aber auch daran, dass wir mutig sind und uns immer auch was trauen.“

So darf man sich auch am Samstagabend an der Grünewalder Straße wieder auf die ein oder andere Überraschung freuen. Es werden gleich drei Keyboarder auf einer Bühne zu sehen und zu hören sein: Axel Steinbiss, dem an diesem Abend auch die musikalische Leitung zufällt, sorgt für klassische Piano- und kraftvolle Hammondorgel-Klänge, Andreas Recktenwald übernimmt spannende Synthiesounds sowie Streicherlinien. Und Sebastian Eichmeier, der, statt eines sonst üblichen Bassisten, diesmal den knackigen Groove gemeinsam mit Benni Koch am Schlagzeug verantwortet. Und sollte wer womöglich nicht mehr wissen, was denn eine „Keytar“ eigentlich noch mal ist und war, der wird sich zwischenzeitlich in die schillernden 80er-Jahre zurückversetzt fühlen.

Mit Kieron und Anna Schenk übernehmen zwei starke Vokalisten den gesanglichen Part des Programms, vervollständigt um Klaus Spangenberg an der E-Gitarre. „Alle meine Gastmusiker sind namhafte und gestandene Künstler mit großer Bühnenerfahrung. Von meinen Publikumsgästen höre ich letztendlich häufig: Wir wissen einfach, dass sie immer gute Leute mitbringen. Das reicht uns eigentlich, und darauf verlassen wir uns“, so Session-Possible-Erfinder Wolf Codera – und darauf wird sich das geneigte Publikum auch Samstagabend in der Alten Maschinenhalle wieder fest verlassen können.