Azubis der Sparkasse helfen Die Carl-Ruß-Schule bekommt neue Spielgeräte

Solingen · Auszubildende der Stadt-Sparkasse Solingen bauen neuen Spielplatz für die Förderschule. Im Jahr 2007 wurde das Sparkassen-Azubi-Bauprojekt ins Leben gerufen.

Bei der neuerlichen Auflage des Projekts schlüpfen die Auszubildenden wieder in den „Blaumann“ – der ist bei der Sparkasse allerdings rot.

Bei der neuerlichen Auflage des Projekts schlüpfen die Auszubildenden wieder in den „Blaumann“ – der ist bei der Sparkasse allerdings rot.

Foto: Stadtsparkasse Solingen

Die Carl-Ruß-Schule wird einen neuen Spielplatz für das Schulgelände bekommen. Vom 22. bis 26. April kommenden Jahres werden 15 Auszubildende des zweiten Lehrjahres der Stadt-Sparkasse Solingen, zudem je fünf Duale Studierende und fünf Kaufleute für Dialogmarketing auf dem Schulgelände an der Fürkerfeldstraße anrücken, um den Spielplatz beziehungsweise ein neues Klettergerüst mit einem Materialwert von rund 20.000 Euro zu bauen. Darauf einigte sich am Montag eine Jury von Sparkasse, Stadtdienst Jugend, Radio RSG, Solinger Tageblatt und Solinger Morgenpost. Insgesamt hatten sich 13 Kitas und Schulen beworben.

Zurzeit ist die Hälfte des Spielgeländes der Förderschule gesperrt. Große Bauzäune verhindern den Zugang zum beliebten, aber stark reparaturbedürftigen Klettergerüst für die etwa 180 Schülerinnen und Schüler. Die Carl-Ruß-Schule ist eine städtische Förderschule mit den Schwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung. Die Schülerinnen und Schüler haben im „Regelsystem“ bereits vielfältige negative Erfahrungen gesammelt und sind dort gescheitert. Erfahrungen aufzuarbeiten, Konflikte mit Hilfen zu klären und Handlungsalternativen zu erlernen – das ist das Ziel der Förderschule.

Die sich jetzt auf neue Spielgeräte freuen kann. 2007 wurde das Sparkassen-Azubi-Bauprojekt ins Leben gerufen. Bei der neuerlichen Auflage des Projekts schlüpfen die Auszubildenden des Kreditinstitutes vom feinen Zwirn wieder in den „Blaumann“ – der ist bei der Sparkasse allerdings rot –, um handwerklich zu arbeiten. Fräsen, Flexen oder Sägen steht dann unter Anleitung des Projekt-Partners ALEA aus Marburg auf dem Lehrplan. ALEA steht für „Anders lernen durch Erfahrung und Abenteuer“.

Für Andrea Honermeyer ist das Bauprojekt mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildung der angehenden Bankkaufleute. „Unsere Auszubildenden sollen Teamarbeit auf der Baustelle lernen. Denn dort ergeben sich Situationen, die man im Büro so nicht erfährt“, sagt die Leiterin des Personalmanagements des Kreditinstitutes unter anderem auch mit Blick auf körperliche Herausforderungen. Bei der Auswahl der Einrichtung wird zudem darauf geachtet, dass möglichst viele Kinder / Jugendliche auch aus der Umgebung vom neuen Spielplatz profitieren.

Die Einrichtungen selbst müssen ebenfalls Kriterien erfüllen. So ist es erforderlich, dass zwei große Lkw auf das Schul- beziehungsweise Kitagelände fahren können. Zudem ein Betonmischer. Überdies ist für die „Handwerker“ ein Raum vorgesehen, der rund 30 Personen aufnehmen kann.

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