Solingen: Bauunternehmen will Hallenbad Ende März an Stadt übergeben

Hallenbad Vogelsang in Solingen : Im Februar kommt Wasser ins Becken

Die Bauarbeiten im neuen Hallenbad Vogelsang gehen zügig voran. Der Probebetrieb wird im kommenden Monat aufgenommen, kurz vor Ostern soll das familienfreundliche Schwimmbad dann eröffnet werden.

Die Bauarbeiten für das neue Hallenbad an der Focher Straße sind auf die Zielgerade eingebogen. „Im Februar wird das Wasser in die Becken gelassen“, sagt die Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft, Kirstin Olsen-Buchkremer, mit Blick auf den erforderlichen Probebetrieb des Bades.

„Wir sind im Zeitplan“, ergänzt die Geschäftsführerin, „kurz vor Ostern wird das barrierefreie Familienbad eröffnet“. Das wäre Mitte April. Doch bevor die ersten Badegäste ins neue Hallenbad dürfen, muss zunächst sichergestellt werden, dass die Wasseraufbereitung funktioniert „und die Wasserqualität in Ordnung ist“, so Olsen-Buchkremer. Das wird nun ab Februar getestet. Sie ist mit den Baufortschritten sehr zufrieden. Allerdings hätten die Handwerker noch jede Menge zu tun. „Die Handwerker gehen wahrscheinlich erst am letzten Tag vor der Eröffnung heraus, das ist meistens so bei großen Bauprojekten“, sagt die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft.

Zudem steht die Abnahme des Neubaus noch aus. Hier wird bei einer Begehung nachgeschaut, ob eventuelle Baumängel vorliegen, die wiederum ausgebessert werden müssen, falls dies erforderlich ist. Nachdem im Oktober/November vergangenen Jahres Bauarbeiter die Glasfront des neuen Hallenbades nach und nach eingesetzt hatten, war der Baukörper wind- und wasserdicht und damit gänzlich geschlossen und vom Wetter unabhängig. Die vor Oktober ohnehin bereits in Angriff genommenen Innenarbeiten konnten so weiter zügig fortgesetzt werden.

Der Innenausbau des neuen Hallenbades Vogelsang geht zügig voran. In wenigen Wochen heißt es dann erstmals „Wasser marsch“. Foto: Meuter, Peter (pm)

Mittlerweile wird jetzt auch die Außenfassade des Hallenbades angebracht. Die Fassadengestaltung greift die Geschichte Solingens als Klingenstadt auf: Hier wird wie beim Haus Müngsten Corten-Stahl eingesetzt, der unempfindlich ist gegenüber Witterungseinflüssen, zugleich aber eine charakteristische Patina zeigt. „Das neue Hallenbad wird innen, aber auch von außen sehr schön und hat einen Bezug zu Solingen“, meint Kirstin Olsen-Buchkremer.

Insgesamt rund neun Millionen Euro – über Kredite finanziert – werden für das familienfreundliche Schwimmbad an der Bezirksgrenze von Wald und Gräfrath ausgegeben. In dieser Summe enthalten sind auch die Abrisskosten für das alte Bad. Das wurde im Oktober 2017 mit einer Stöpsel-Raus-Party geschlossen. Im Mai vergangenen Jahres wurde der Grundstein für den Neubau gelegt, im September schließlich Richtfest gefeiert. Ende März dieses Jahres will das Bauunternehmen Pellikaan Deutschland GmbH den Neubau an die Bädergesellschaft übergeben.

Entstehen wird am Vogelsang bis dahin ein Mehrzweckbecken (25 Meter, fünf Bahnen), der Eltern-Kind-Bereich bietet ein Planschbecken mit Kinderrutsche und einen sogenannten Nass-Spraypark. Überdies wird ein Lehrschwimmbecken in der Größe von 12,5 mal acht Metern angelegt.

Das öffentliche Schwimmen findet seit der Schließung des alten Hallenbades Vogelsang im Sportbad Klingenhalle in Mitte statt – im dortigen 50-Meter-Becken ebenso wie in dem 25 Meter großen Vario-Becken. Öffentliches Schwimmen soll im Klingenbad, das überwiegend Vereinen und Schulen vorbehalten ist, aber auch nach der Eröffnung des neuen Schwimmbades an der Focher Straße weiterhin angeboten werden.

„Ein Ergebnis dazu steht noch aus“, sagt Kirstin Olsen-Buchkremer. In der Sitzung des Solinger Sportausschusses am 13. Februar soll seitens der Verwaltung eine Lösung über die Schwimmzeiten präsentiert werden.

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