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Solingen: Baumpflanzung beendet Arbeiten an Hildener Straße

Hildener Straße : Baumpflanzung beendet Straßenarbeiten

Den letzten von 15 Bäumen entlang der Hildener Straße pflanzte Oberbürgermeister Tim Kurzbach ein. Wie an der sanierten Verkehrsachse zwischen Ohligs und Hilden werden in Solingen in Kürze weitere 130 Bäume gesetzt.

Fürs Erinnerungsfoto bekam der letzte Baum noch ein wenig mehr Dünger und Wasserspeicher ab als seine Artgenossen. Schließlich markiert die Säulenpappel, deren noch zartes Wurzelwerk Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) am Mittwoch unter fachlicher Anleitung am Seitenstreifen der Hildener Straße verbuddelte, einen Meilenstein: Das ganz offizielle Ende der umfangreichen Sanierung an der Verkehrsachse ist damit besiegelt.

15 Monate hatten die Arbeiten gedauert. Baustellenschilder und Engpässe waren in dieser Zeit das gewohnte Bild für all jene gewesen, die über die lang gezogene Straße die westliche Solinger Nachbarstadt oder die Autobahnen A 3 und A 46 erreichen wollten. Aber die Bauzeit trug offensichtlich auch dem immensen Erneuerungsbedarf Rechnung: „Die Maßnahme wurde höchste Zeit“, stellte Kurzbach klar – und lobte: „Die Umsetzung ist gut gelungen.“

Die Liste der Gewerke war lang: Gas-, Wasser- und Stromleitungen wurden neu verlegt, Einfahrten und Stellplätze gepflastert, Gehwege instand gesetzt, die Bushaltestellen und Übergänge barrierefrei ausgebaut und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Folgerichtig bekam die bedeutende Verkehrsader auch eine neue Asphaltdecke, die die Lärmbelastung für die Anwohner deutlich verringern soll.

Moderne Ampelanlagen, neue Radwegemarkierungen, Parkstreifen und Pflanzbeete komplettierten das Bauprojekt. Letztere sollen die zentrale Solinger Ein- und Ausfallstraße im Westen nicht nur optisch aufwerten, sondern auch ihre Rolle für das Stadtklima ausfüllen. „Sie werden zur Kühlung beitragen“, betonte Melanie Wachenfeld-Schöpp, Abteilungs-leiterin Stadtgrün und Stadtbildpflege bei den Technischen Betrieben. Die Säulenpappeln entlang der Hildener Straße würden recht „flott wachsen“, kündigte die Landschaftsarchitektin an.

Zwischen zehn und 15 Meter hoch sollen die Bäume mit dem botanischen Namen „Populus Nigra Italica“ eines Tages werden. Ihre Pflege wird in den ersten beiden Jahren der pflanzende Unternehmer übernehmen. „In besonderen Dürresommern greifen wir auch ein, bis die Bäume fünf Jahre alt sind“, erklärt Wachenfeld-Schöpp. Zu viel der Hilfe wäre wiederum kontraproduktiv, weil die Bäume sich gewissermaßen „trainieren“ müssten, um ihr eigenes Wurzelwerk tief in den Boden hinein auszubreiten.

Tim Kurzbach lobte unterdessen die Zusammenarbeit mit dem Garten- und Landschaftsbau und bekräftigte: „Es gibt keine Straßenplanung mehr ohne Begrünung.“ Denn die 15 Bäume an der Hildener Straße sind schließlich nur ein Teil einer viel größeren Begrünungs-Aktion: Insgesamt 130 Bäume pflanzt die Stadt in den kommenden Wochen in ganz Solingen an. Zumeist handelt sich sich dabei um Einzelbepflanzungen an Straßen oder Grünflächen. Elf Obstbäume sollen zum Beispiel künftig als Patenbäume in einem Merscheider Grundstück aus dem Boden schießen. Und auch vor Kitas, Sporthallen und am Balkhauser Kotten wird neues Grün seinen ersten Frühling erleben.