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Solingen: Autohaus Schönauen fährt auf Gesundheit ab

Ausbildung in Solingen : Autohaus fährt auf Gesundheit ab

In den Unternehmen hat die Ausbildung vieler Jugendlicher begonnen. Über das Einstellungsdatum 1. August beziehungsweise 1. September hinaus können aber weiter noch freie Lehrstellen besetzt werden.

Ausbildungsstellen gibt es in Solingen wie im Städtedreieck noch reichlich. „Rund 1200“ sagt Thomas Wängler, der Pressesprecher der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK). Doch der Bestand schmilzt langsam, aber sicher ab.

Dazu bei trägt auch das erstmals rein digital stattfindende Bergische Azubi-Dating. In den ersten Tagen wurden hier zwischen Bewerbern und den über 35 auf der Online-Plattform registrierten Unternehmen bereits mehr als 150 virtuelle Vorstellungsgespräche per Video-Call oder Telefon geführt oder Termine hierfür vereinbart. „Wir freuen uns, dass das Azubi-Dating so gut angenommen wird. Es ist ein wichtiges Hilfsmittel für Unternehmen, die Bewerber kennenzulernen“, sagt Wängler.

Wegen der Corona-Pandemie konnten die herkömmlichen Ausbildungsbörsen nicht über die Bühne gehen. Mit dem digitalen Azubi-Dating können die Unternehmen jedenfalls mehr von den Bewerbern mitbekommen, als wenn sie lediglich eine Bewerbermappe auf dem Tisch liegen hätten.

Das Azubi-Dating läuft offiziell bis zum 21. August. Von daher sind interessierte bergische Unternehmen mit noch offenen Ausbildungsstellen für 2020 weiterhin eingeladen, sich zu beteiligen (https://akeyi.de/partner/bad/form). Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz können sich über die Matching-Plattform über die aktuellen Ausbildungsangebote informieren und ganz einfach einen Termin für ein virtuelles Vorstellungsgespräch bei ihren Wunsch-Ausbildungsbetrieb buchen (https://bergisches-azubi-dating.azubi-match.com/). „Über die IHK-Lehrstellenbörse sind jederzeit noch Vermittlungen möglich. Die üblichen Einstellungstermine 1. August oder 1. September sind wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in Stein gemeißelt“, sagt Thomas Wängler.

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Gleichwohl gibt es in Solingen einige Unternehmen, die ihren Lehrstellenbedarf gedeckt und die neuen Auszubildenden bereits begrüßt haben. Dazu gehören neben der Stadt (50 neue Azubis), die Sparkasse (13), die Volksbank (9) und auch das Autohaus Schönauen.

Franz-Josef Schönauen konnte hier Ende vergangener Woche 13 neue Auszubildende nebst ihren Eltern am Standort Kottendorfer Straße in Ohligs begrüßen – mit gebotenem Abstand. Unter den Gästen war auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), zumal Schönauen auch von einer Kooperation beziehungsweise von einem Pilotprojekt mit der Barmer Ersatzkasse berichtete.

Die Krankenkasse unterstützt seit diesem Monat alle jetzt 35 Auszubildenden des Autohauses Schönauen an ihren jeweiligen Standorten. In Solingen gibt es davon zwei – Friedrichstraße und Kottendorer Straße –, darüber hinaus in Hilden, Kerpen und Erftstadt-Lechenich. Über die gesamte, dreijährige Ausbildungsdauer gehe es bei dem Projekt um die gesundheitliche Abfederung und Hilfestellungen – beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Sucht, Schmerzen, aber auch Selbstmanagement, Ergonomie am Arbeitsplatz, gemeinsame Aktivitäten für die Azubis, Förderung des Gemeinschaftssinns, Achtsamkeit, Hilfe zur Prüfungszeit. „Es ist gut, frühzeitig zu beginnen, auf die Gesundheit zu achten“, sagt Schönauen.

Insgesamt umfasst das Barmer-Projekt 21 Module. Individuell und je nach Unternehmen könnten verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden, so Kira Middelveld, Regionalgeschäftsführerin der Barmer Ersatzkasse.